
Die Tiroler Landesregierung hat am 14. Mai 2026 eine außergewöhnliche Verkehrsmeldung herausgegeben: Der gesamte Brenner-Korridor – einschließlich der A 13 Brenner Autobahn sowie der parallel verlaufenden B 182 und L 38 – wird am Samstag, den 30. Mai, von 11:00 bis 19:00 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Sperrung erfolgt im Zuge einer rechtlich genehmigten Demonstration im Wipptal und wird voraussichtlich eine der verkehrsreichsten Nord-Süd-Frachtstrecken Europas lahmlegen. Alle Lkw über 7,5 Tonnen sowie Pkw, die zwischen Deutschland und Italien unterwegs sind, werden an Kontrollstellen bereits nördlich bei Kiefersfelden und südlich am Reschenpass zurückgewiesen. Nur echter Ziel- und Quellverkehr darf die betroffene Zone befahren; Fahrer müssen auf Verlangen Liefernachweise oder einen Wohnsitznachweis vorlegen. Die Landespolizei wird zusätzliche Kontrollpunkte besetzen, und die Behörden behalten sich vor, die Einfahrt von Pkw zu beschränken, falls Staus die lokale Versorgung gefährden. Logistikunternehmen wurden angewiesen, Umleitungen über Slowenien oder die Ostschweiz zu nutzen und mit starken Verkehrsbehinderungen auf den Tauern- (A 10) und Pyhrn- (A 9) Korridoren in den Tagen vor und nach der Sperrung zu rechnen. Die Kapazitäten für den Schienengüterverkehr durch die Baustelle des Brenner-Basistunnels sind bereits ausgelastet, sodass zeitkritische Transporte nur begrenzte Alternativen haben. Für multinationale Unternehmen hat das eintägige Fahrverbot weitreichende Auswirkungen auf die Planung: Österreichische Feiertage führen häufig zu ähnlichen Lkw-Beschränkungen, wie das Fahrverbot am Christi Himmelfahrtstag, dem 14. Mai, gezeigt hat, als die Kapazitäten schnell erschöpft waren. Personalabteilungen, die Mitarbeiter oder Ausrüstung über die Alpenregion transportieren, sollten längere Vorlaufzeiten einplanen und, wo möglich, auf Homeoffice-Lösungen zurückgreifen.
Quelle: Regionews.at