
Die Flughafen Wien AG veröffentlichte am 14. Mai 2026 ihren monatlichen Verkehrsbericht, der zeigt, dass der Flughafen Wien im April 2.578.674 Passagiere abfertigte – ein Rückgang von 8,2 % im Vergleich zum April 2025. Innerhalb der Flughafen Wien Gruppe (zu der auch Malta, Kosice und weitere Minderheitsbeteiligungen gehören) sank das Passagieraufkommen moderater um 2,1 % auf 3.675.420. Die Geschäftsleitung führt das schwächere Ergebnis auf die späte Osterferienzeit 2025 zurück, die die Vorjahresbasis verzerrte, sowie auf deutlich geringeren Transferverkehr auf Strecken in den Nahen Osten infolge von Servicekürzungen aufgrund der anhaltenden Iran-Golf-Sicherheitskrise. Im Gegensatz dazu stieg die Frachtmenge um 1,4 %, da österreichische Exporteure Sendungen von überlasteten Nordseehäfen zurück über das Frachtvorfeld Wiens umleiteten. Für Geschäftsreisemanager sind die Zahlen eine wichtige Erinnerung daran, dass die Kapazitäten auf wichtigen Langstreckenverbindungen – insbesondere nach Bangkok, Dubai und Nordamerika – mit Blick auf die bevorstehende Hauptsaison weiterhin knapp sind. Fluggesellschaften haben bereits selektive Frequenzkürzungen für Juni und Juli angekündigt, und Branchenanalysten erwarten stabile Erträge in der Premium-Kabine. Der Flughafen Wien hält an seiner Jahresprognose von einem Passagierwachstum zwischen null und zwei Prozent fest und setzt auf eine Erholung, sobald die ETIAS-Vorreiseüberprüfung im Oktober in Kraft tritt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass dies die Grenzabfertigung beschleunigt und den Airlines ermöglicht, späte Abflugslots anzubieten. Unternehmen mit hohem innergemeinschaftlichem Reiseaufkommen sollten dennoch bis zur vollständigen Einführung der neuen biometrischen Ein- und Ausreisekioske zusätzliche Anschlusszeiten in ihre Reisepläne einbauen.