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Portugals neues Staatsangehörigkeitsgesetz tritt in Kraft und verlängert die Aufenthaltsdauer für brasilianische Staatsbürger

Mai 19, 2026
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Portugals neues Staatsangehörigkeitsgesetz tritt in Kraft und verlängert die Aufenthaltsdauer für brasilianische Staatsbürger
Ab Dienstag, dem 19. Mai 2026, müssen Brasilianer, die die portugiesische Staatsbürgerschaft anstreben, mindestens sieben Jahre in Portugal leben – zwei Jahre länger als bisher. Diese Änderung ergibt sich aus dem geänderten Staatsangehörigkeitsgesetz, das am 18. Mai im Diário da República veröffentlicht wurde. Während die zentrale Neuerung die allgemeine Aufenthaltsdauer für Staatsangehörige portugiesischsprachiger Länder von fünf auf sieben Jahre anhebt (und für alle anderen Ausländer von fünf auf zehn Jahre), werden auch mehrere familiäre Zugangswege, die von der brasilianischen Diaspora häufig genutzt wurden, verschärft.

Hintergrund: Brasilianer stellen mit rund 400.000 legalen Einwohnern im Jahr 2025 die größte ausländische Gemeinschaft in Portugal. Bisher konnten sie die Staatsbürgerschaft nach fünf Jahren legalem Aufenthalt oder durch Geburt eines Kindes auf portugiesischem Boden erwerben. Das rasante Wachstum der brasilianischen Einwanderung und Kapazitätsengpässe bei der portugiesischen Migrations- und Asylbehörde (AIMA) lösten eine politische Debatte über „automatische Staatsbürgerschaft“ aus und veranlassten die Gesetzgeber, die Regeln von 2020 zu überarbeiten.

Portugals neues Staatsangehörigkeitsgesetz tritt in Kraft und verlängert die Aufenthaltsdauer für brasilianische Staatsbürger


Wesentliche Bestimmungen:
• Die Aufenthaltsdauer beträgt nun sieben Jahre für Staatsangehörige der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP) und zehn Jahre für alle anderen.
• Kinder, die in Portugal geboren werden, erhalten die Staatsbürgerschaft nur, wenn mindestens ein Elternteil fünf Jahre legal dort gelebt hat (bisher gab es keine Mindestanforderung).
• Bereits eingereichte Anträge bleiben von der alten Fünf-Jahres-Regelung unberührt, um Rechtssicherheit zu gewährleisten und eine Überlastung der AIMA zu vermeiden.

Praktische Auswirkungen für Mobility Manager:
Unternehmen, die Mitarbeiter unter lokalen Verträgen nach Portugal entsenden, müssen die Aufenthaltsdauer, Steuerangleichungen und Sozialversicherungsplanung neu bewerten. Familien, die eine Geburt im Ausland planen, um die EU-Staatsbürgerschaft zu sichern, müssen die neue Fünf-Jahres-Regel für Eltern berücksichtigen. Migrationsdienstleister erwarten in dieser Woche einen Anstieg kurzfristiger Anträge auf Verlängerung von Aufenthaltstiteln, da ausländische Arbeitnehmer ihre Qualifikationszeiten sichern wollen.

Ausblick:
Die Regierung betont, dass laufende Verfahren nicht betroffen sind, doch die zweijährige Verlängerung bedeutet, dass brasilianische Fachkräfte, die ab 2026 nach Portugal kommen, erst 2033 einen portugiesischen Pass erhalten können. Arbeitgeber sollten alternative EU-Arbeitserlaubnisse oder beschleunigte Einbürgerungswege (z. B. sephardisch-jüdische Abstammung) prüfen, um Talente mit intraeuropäischer Mobilität früher im Karriereverlauf zu halten.
Quelle: Correio da Manhã

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