Italien führt „Einzelgenehmigung“ für ausländische Arbeitskräfte ein – Bearbeitungszeit nach Ankunft auf 30 Tage verkürzt
„Erster-Mai-Dekret“ reformiert Regeln für Plattformarbeiter und führt Anreize für Neueinstellungen ein – Was Global Mobility Manager wissen müssen
Neue Finanzgesetzgebung ändert Italiens „Impatriate“-Steuerregelung und begrenzt doppelte Vorteile ab 2027
Neueste Nachrichten
INPS erweitert „Assegno di Inclusione“ auf Inhaber besonderer humanitärer Aufenthaltstitel
INPS-Rundschreiben 58 bestätigt, dass Inhaber von humanitären Aufenthaltstiteln „besonderer Art“ nun Anspruch auf das Einkommenshilfegeld Assegno di Inclusione haben. Diese Maßnahme unterstützt Opfer von Menschenhandel und Gewalt, erleichtert ihren Einstieg in reguläre Beschäftigungsverhältnisse und verpflichtet Arbeitgeber, die Gültigkeit der Aufenthaltstitel zu überwachen, um Leistungsausfälle zu vermeiden.
Italien setzt EU-Richtlinie zum „Einheitlichen Aufenthaltstitel“ um und vereinfacht Anträge für Arbeit und Aufenthalt
Ein am 20. Mai 2026 veröffentlichter Erlass bringt das EU-„Single-Permit“-System in das italienische Recht. Ab dem 21. Mai können Nicht-EU-Bürger mit nur einem Online-Antrag sowohl eine Aufenthalts- als auch eine Arbeitserlaubnis erhalten – mit einer gesetzlich festgelegten Entscheidungsfrist von 90 Tagen und einer stillschweigenden Genehmigungsregelung. Die Neuerung beseitigt doppelte Bürokratie, ist von den jährlichen Kontingenten unabhängig und soll die Bearbeitungszeiten bei Unternehmenseinsätzen verkürzen, wodurch Italien im EU-Wettbewerb um Fachkräfte an Attraktivität gewinnt.
ISTAT-Bericht fordert Italien auf, Einwanderung zur Verhinderung des Arbeitskräftemangels zu nutzen
Der Jahresbericht 2026 des ISTAT, veröffentlicht am 21. Mai, warnt davor, dass Italiens schrumpfende Erwerbsbevölkerung das langfristige Wachstum gefährdet, und verweist auf Spaniens durch Zuwanderung getriebene Expansion als Vorbild. Er fordert eine verstärkte Anwerbung ausländischer Fachkräfte, vereinfachte Genehmigungsverfahren und Maßnahmen zur Bindung von Hochschulabsolventen. Unternehmen wird geraten, die neuen Ein-Personen-Genehmigungsregelungen zu nutzen und sich für umfassendere „talentfreundliche“ Reformen einzusetzen.
Ausfall des e-Visa-Portals in Namibia beeinträchtigt italienische Geschäftsreisende nach Afrika
Eine geplante zweistündige Wartung des e-Visa-Portals von Namibia am 21. Mai entwickelte sich zu einem unbefristeten Ausfall, wodurch italienische Geschäfts- und Freizeitreisende keine Visa beantragen oder abrufen konnten. Unternehmen mit Energie- und Infrastrukturprojekten sehen sich möglichen Verzögerungen gegenüber, und Mobilitätsmanager werden aufgefordert, Notfallpläne wie Visa bei Ankunft oder Papieranträge über Südafrika zu aktivieren.