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INPS erweitert „Assegno di Inclusione“ auf Inhaber besonderer humanitärer Aufenthaltstitel

Mai 23, 2026
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INPS erweitert „Assegno di Inclusione“ auf Inhaber besonderer humanitärer Aufenthaltstitel
Italiens Sozialversicherungsbehörde INPS hat klargestellt, dass Ausländer mit sogenannten „Sonderfall“-Aufenthaltserlaubnissen (permessi di soggiorno per casi speciali) nun Anspruch auf die zentrale Sozialleistung Assegno di Inclusione (ADI) haben. Die Richtlinie – Rundschreiben 58 vom 20. Mai und eine erläuternde Notiz vom 22. Mai – erweitert die Einkommensunterstützung auf Opfer von Menschenhandel, häuslicher Gewalt und anderer schwerer Ausbeutung, die bisher im italienischen Sozialsystem durch das Raster fielen.

Voraussetzung ist ein gültiger humanitärer Aufenthaltstitel gemäß den Artikeln 18, 18-bis oder 18-ter des Einwanderungsgesetzes sowie die Einhaltung derselben Haushaltseinkommensgrenzen wie für italienische Staatsbürger. Wichtig ist, dass die ADI nur für die verbleibende Gültigkeitsdauer des Aufenthaltstitels gezahlt wird, um sicherzustellen, dass die Begünstigten weiterhin an den Integrationsprogrammen teilnehmen, die ihren Schutzstatus begründen.

INPS erweitert „Assegno di Inclusione“ auf Inhaber besonderer humanitärer Aufenthaltstitel


Für Arbeitgeber ergibt sich eine doppelte Botschaft: Erstens führt die Beschäftigung von Ausbeutungsopfern in regulären Jobs nicht mehr zum Wegfall der Existenzsicherung, was Programme zur Arbeitsmarktintegration attraktiver macht. Zweitens können Unternehmen, die Anti-Menschenhandels-Praktika anbieten, nun auf INPS-Unterstützung zur Mitfinanzierung von Ausbildungsvergütungen zählen, was die Projektkosten senkt.

Das Rundschreiben verschärft zudem die Betrugskontrollen: INPS wird die Daten der Aufenthaltstitel mit der Einwanderungsdatenbank des Innenministeriums abgleichen und Zahlungen automatisch aussetzen, wenn ein Titel abläuft oder widerrufen wird. Personalabteilungen, die humanitäre Aufenthaltstitel für neue Mitarbeitende – insbesondere in Landwirtschaft und Pflege – beantragen, sollten die Ablaufdaten genau im Blick behalten, um Gehaltsunterbrechungen zu vermeiden.

Obwohl die Maßnahme eine vergleichsweise kleine Gruppe betrifft (2025 wurden weniger als 8.000 solcher Aufenthaltstitel ausgestellt), sehen Experten darin einen Testfall für eine breitere Übertragbarkeit von Sozialleistungen über Einwanderungskategorien hinweg – ein wichtiger Schritt, während Italien mit Programmen zur Qualifikationsanpassung wie dem Talentdekret und dem kommenden EU-Talentpool experimentiert.
Quelle: EC News – Area Lavoro

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