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Niederlande verlängern die internen Schengen-Grenzkontrollen zu Belgien bis zum 30. September 2026

Mai 27, 2026
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Niederlande verlängern die internen Schengen-Grenzkontrollen zu Belgien bis zum 30. September 2026
Geschäftsreisende und Grenzgänger zwischen Belgien und den Niederlanden müssen sich mindestens weitere vier Monate auf stichprobenartige Identitätskontrollen einstellen. Am 26. Mai bestätigte Den Haag, dass die vorübergehenden Grenzkontrollen im Schengen-Raum bis zum 30. September 2026 verlängert werden. Die niederländische Regierung hatte die Kontrollen Ende 2025 gemäß Artikel 25 des Schengener Grenzkodex wieder eingeführt, aufgrund eines Anstiegs irregulärer Migration und Schleusernetzwerke.

Laut der jüngsten Mitteilung an Brüssel bleibt der Migrationsdruck hoch: In den letzten 15 Monaten wurden bei Kontrollen über 600 Einreiseverweigerungen und 270 Festnahmen verzeichnet. Die Verlängerung betrifft die Landgrenze zu Belgien sowie Flüge und Züge aus belgischem Gebiet. Reisende auf stark frequentierten Strecken wie Brüssel–Amsterdam und Antwerpen–Eindhoven müssen weiterhin Reisepässe oder Personalausweise mitführen und mehr Zeit für ihre Reisen einplanen.

Niederlande verlängern die internen Schengen-Grenzkontrollen zu Belgien bis zum 30. September 2026


Operativ wird die Koninklijke Marechaussee auf ein flexibleres „Mobile Security Monitoring“ (MTV)-Modell innerhalb einer 20-Kilometer-Zone entlang der Grenze umstellen. Die Einsatzteams erhalten größere Befugnisse, Fahrzeuge, Busse, Flugzeuge und Fähren auf Basis einer Echtzeit-Risikoanalyse anzuhalten. Logistikunternehmen warnen, dass dies zu unvorhersehbaren Verzögerungen bei Just-in-Time-Lieferungen aus Flandern führen könnte. Der belgische Transportverband Febetra empfiehlt seinen Mitgliedern bereits, 30 bis 45 Minuten Pufferzeit einzuplanen und CMR-Dokumente sowie Reisepässe der Fahrer griffbereit zu halten.

Trotz der Verlängerung betonen niederländische Behörden, dass die Kontrollen Ende September auslaufen und durch routinemäßige MTV-Patrouillen ersetzt werden sollen. Belgische Politiker befürchten jedoch eine Kettenreaktion: Italien, Slowenien und die Schweiz verfolgen ähnliche Maßnahmen, was das Schengen-Versprechen eines „grenzenlosen“ Raums weiter untergräbt und die EU-weite Einführung des Entry/Exit-Systems (EES) sowie der ETIAS-Reisegenehmigung später in diesem Jahr erschwert.

Für multinationale Unternehmen bedeutet dies, dass Personal- und Mobilitätsteams Reisebestimmungen aktualisieren, Mitarbeiter an die Pflicht zur Mitführung von Ausweisdokumenten bei jeder Grenzüberquerung erinnern und Wartezeitinformationen von Marechaussee und belgischer Bundespolizei genau beobachten müssen. Firmen mit entsandten oder Zeitarbeitern sollten zudem sicherstellen, dass Aufenthaltsgenehmigungen und A1-Bescheinigungen stets mitgeführt werden, um Bußgelder bei verschärften Kontrollen zu vermeiden.
Quelle: Trans.info

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