
In einer außerordentlichen Nachtsitzung am 28. Mai 2026 hat der Große Rat von Genf mit 55 zu 42 Stimmen einen von den Liberalen eingebrachten Antrag abgelehnt, der alle Anti-G7-Demonstrationen im Stadtzentrum vor dem Gipfel vom 15. bis 17. Juni im nahegelegenen Évian-les-Bains, Frankreich, verboten hätte. Diese Entscheidung erlaubt effektiv einen streng kontrollierten Marsch am 14. Juni, während die Bundesbehörden gleichzeitig planen, vom 10. bis 19. Juni wieder Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums an der Grenze zu Frankreich einzuführen.
Der Kanton Genf ist für die operative Sicherheit auf Schweizer Seite des Gipfels verantwortlich und hatte den Bundesrat bereits um Erlaubnis gebeten, an 34 Straßen- und Bahnübergängen gezielte Kontrollen durchzuführen. Bern genehmigte den Antrag am 6. Mai mit der Begründung, potenzielle gewaltbereite Demonstranten überprüfen zu müssen. Grenzgänger – täglich mehr als 90.000 – wurden auf längere Wartezeiten hingewiesen und aufgefordert, Arbeitsbescheinigungen mitzuführen.
Mit der Ablehnung eines generellen Demonstrationsverbots signalisieren die kantonalen Parlamentarier Vertrauen in die Fähigkeit der Behörden, Sicherheit und Grundrechte in Einklang zu bringen. Für Mobilitätsplaner ist die Botschaft zwiespältig: Mitarbeitende, die Mitte Juni zwischen Genf und der französischen Region Haute-Savoie pendeln, sollten sowohl mit demonstrativ bedingten Verkehrsbehinderungen als auch mit Passkontrollen rechnen, die unter normalen Schengen-Bedingungen nicht stattfinden.
Veranstalter raten den anreisenden Wirtschaftsdelegationen, über den Flughafen Genf einzureisen, wo die Grenzpolizei personell aufgestockt wird, und ihre Termine entweder vor dem 13. Juni oder nach dem 18. Juni zu legen. Hotels auf der rechten Seeseite melden eine Auslastung von über 90 %, da NGOs, Medien und Sicherheitsfirmen Zimmer reservieren.
Die temporären Kontrollen verdeutlichen einen breiteren EU-Trend: Seit 2023 nutzen Schengen-Staaten Artikel 25 des Schengener Grenzkodex zunehmend, was bedeutet, dass Mobilitätsplaner selbst innerhalb Europas bei hochkarätigen Gipfeln oder Sportveranstaltungen nicht mehr von reibungslosem Reisen ausgehen können.
Der Kanton Genf ist für die operative Sicherheit auf Schweizer Seite des Gipfels verantwortlich und hatte den Bundesrat bereits um Erlaubnis gebeten, an 34 Straßen- und Bahnübergängen gezielte Kontrollen durchzuführen. Bern genehmigte den Antrag am 6. Mai mit der Begründung, potenzielle gewaltbereite Demonstranten überprüfen zu müssen. Grenzgänger – täglich mehr als 90.000 – wurden auf längere Wartezeiten hingewiesen und aufgefordert, Arbeitsbescheinigungen mitzuführen.
Mit der Ablehnung eines generellen Demonstrationsverbots signalisieren die kantonalen Parlamentarier Vertrauen in die Fähigkeit der Behörden, Sicherheit und Grundrechte in Einklang zu bringen. Für Mobilitätsplaner ist die Botschaft zwiespältig: Mitarbeitende, die Mitte Juni zwischen Genf und der französischen Region Haute-Savoie pendeln, sollten sowohl mit demonstrativ bedingten Verkehrsbehinderungen als auch mit Passkontrollen rechnen, die unter normalen Schengen-Bedingungen nicht stattfinden.
Veranstalter raten den anreisenden Wirtschaftsdelegationen, über den Flughafen Genf einzureisen, wo die Grenzpolizei personell aufgestockt wird, und ihre Termine entweder vor dem 13. Juni oder nach dem 18. Juni zu legen. Hotels auf der rechten Seeseite melden eine Auslastung von über 90 %, da NGOs, Medien und Sicherheitsfirmen Zimmer reservieren.
Die temporären Kontrollen verdeutlichen einen breiteren EU-Trend: Seit 2023 nutzen Schengen-Staaten Artikel 25 des Schengener Grenzkodex zunehmend, was bedeutet, dass Mobilitätsplaner selbst innerhalb Europas bei hochkarätigen Gipfeln oder Sportveranstaltungen nicht mehr von reibungslosem Reisen ausgehen können.
Quelle: SWI swissinfo.ch