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Bern eröffnet CHF-50-Millionen-Fonds für Schweizer Unternehmen beim Wiederaufbau der Ukraine

Mai 29, 2026
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Bern eröffnet CHF-50-Millionen-Fonds für Schweizer Unternehmen beim Wiederaufbau der Ukraine
Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat am 28. Mai 2026 stillschweigend seinen dritten „Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen“ veröffentlicht. Darin werden in der Schweiz ansässige Unternehmen eingeladen, Investitionsprojekte einzureichen, die langfristige Produktionsstätten in der Ukraine schaffen oder wiederaufbauen. Für die Bundesmitfinanzierung stehen bis zu 50 Millionen CHF bereit, wobei einzelne Zuschüsse zwischen 3 und 10 Millionen CHF liegen.

Diese Initiative ist die bislang konkreteste mobilitätsbezogene Maßnahme der Schweiz seit der gemeinsamen Ausrichtung der Lugano-Rekonferenz 2025. Während frühere Unterstützungen vor allem auf humanitäre Hilfe und Beratungsleistungen abzielten, richtet sich der neue Aufruf ausdrücklich an reale Bauprojekte, die multinationale Teams, lokale Ingenieurkompetenz und die physische Entsendung von Schweizer Mitarbeitenden in die Ukraine erfordern.

Laut SECO müssen die Unternehmen bereits eine ukrainische Tochtergesellschaft besitzen, die nach Fertigstellung der Bauarbeiten die operative Verantwortung übernimmt. Ein gemeinsamer Schweizerisch-Ukrainischer Ausschuss wird die Vorschläge bewerten und die Gewinner im Frühjahr 2027 bekanntgeben. Für Global-Mobility-Manager bedeutet dies, dass die Planung für Auslandseinsätze in dieses weiterhin risikoreiche, aber strategisch wichtige Zielgebiet jetzt beginnen kann. Arbeitsbewilligungen, Sicherheitsunterweisungen, Kriegsrisikoversicherungen und Härtezuschläge müssen in die Budgetplanung einfließen.

Bern eröffnet CHF-50-Millionen-Fonds für Schweizer Unternehmen beim Wiederaufbau der Ukraine


Das Programm ergänzt den Schweizer Länderplan für die Ukraine 2025–2028 mit einem Volumen von 1,5 Milliarden CHF und signalisiert, dass Bern von Schweizer multinationalen Unternehmen eine aktive Rolle erwartet, nicht nur eine rein finanzielle Unterstützung. Das größte Interesse der Unternehmen dürfte in den Bereichen Baustoffe, Agrarverarbeitung und Präzisionstechnik liegen – Branchen, in denen Schweizer KMU bereits in der Ukraine präsent sind.

SECO bestätigte zudem, dass Projekte zum Wiederaufbau kritischer Logistikkorridore oder Exportterminals ebenfalls berücksichtigt werden, was Chancen für Entsendungen im Verkehrssektor eröffnet. Die Regierung betont, dass Unternehmen mindestens 50 % der Gesamtkosten tragen müssen; dennoch reduzieren die Fördermittel und die politische Absicherung durch den formellen Schweizerisch-Ukrainischen Auswahlausschuss das kommerzielle Risiko erheblich.

Mobility-Teams sollten daher die Frist zur Einreichung am 20. September im Blick behalten und beginnen, Talente zu identifizieren, die bereit sind, nach Kiew, Lwiw oder in die stark beschädigten zentral-östlichen Regionen umzuziehen, sobald die Sicherheitslage dies zulässt.
Quelle: Swiss Federal Authorities – AGOV press release

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