
Statistiken des Justizministeriums vom 11. Juni zeigen, dass die Zahl der Asylberufungen, die auf ein Urteil warten, Ende März mit 87.450 einen Rekordwert erreicht hat – mehr als das Siebenfache im Vergleich zu vor zehn Jahren. Die Erfolgsquote bei Berufungen sank im ersten Quartal 2026 auf 40 %, während die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 54 auf 67 Wochen anstieg. Der Anstieg des Rückstaus erfolgt trotz sinkender Wartezeiten bei Erstentscheidungen, was darauf hindeutet, dass ungelöste Fälle sich in die Gerichte verlagern. Der Haushaltsausschuss warnte kürzlich, dass die verlängerte Unsicherheit die Unterkunftskosten erhöht und den Zugang zum Arbeitsmarkt für echte Flüchtlinge erschwert. Für Unternehmen wirkt sich dies zunächst indirekt aus: Politischer Druck zur Kostensenkung könnte die Bemühungen beschleunigen, Menschen aus Hotels in groß angelegte Aufnahmezentren umzusiedeln, was lokale Proteste auslösen und die Sicherheit der Mitarbeiter sowie deren Anreise beeinträchtigen könnte. Langfristig könnte die langsame Bearbeitung Zehntausende vom legalen Arbeitsmarkt fernhalten und den Fachkräftemangel in Einstiegsbranchen verlängern. Die Regierung plant eine unabhängige Stelle, die Berufungen innerhalb von 24 Wochen bearbeiten soll, doch mit einer Gesetzesvorlage ist vor der Sommerpause nicht zu rechnen. Mobility- und CSR-Teams sollten die reputations- und gemeinschaftsbezogenen Aspekte im Blick behalten, da die Verlegung von Asylunterkünften landesweit diskutiert wird.
Quelle: ITV News
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