
Der Vorschlag der Regierung, die Qualifikationsdauer für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis (ILR) von fünf auf 15 Jahre für ausländische Pflegekräfte zu verlängern, stößt parteiübergreifend auf scharfe Kritik. Die ehemalige stellvertretende Premierministerin Angela Rayner bezeichnete die Idee am 12. Juni 2026 im BBC-Interview als „unbritisch“ und warnte, dass sie die Personalengpässe in einem bereits stark belasteten Sozialpflegesektor verschärfen würde.
Nach dem geplanten Änderungsentwurf – vorgestellt in einem aktuellen Innenministeriumspapier zur Einwanderung nach dem Brexit – müssten die 102.000 Pflegekräfte, die im vergangenen Jahr mit Health & Care Worker-Visa eingereist sind, den Großteil ihres Arbeitslebens mit einem befristeten Status verbringen, bevor sie sich dauerhaft niederlassen könnten. Arbeitgeber warnen, dass dies die Rekrutierung erheblich erschweren würde, zumal die Zahl der offenen Stellen auf fast 150.000 steigt.
Rayner wies darauf hin, dass die meisten Pflegekräfte deutlich unter der Gehaltsschwelle von 29.000 Pfund für den Skilled Worker-Status verdienen und daher auf langfristige Sicherheit angewiesen sind, um den Schritt überhaupt wagen zu können. Branchenverbände wie Care England und das National Care Forum argumentieren, dass ein 15-Jahres-Weg zur Niederlassung die Beschäftigten in Konkurrenzmärkte wie Kanada und Australien treiben würde, die beide eine Aufenthaltsgenehmigung innerhalb von vier bis fünf Jahren anbieten. Zudem warnen sie, dass eine längere Bindung an Arbeitgeber das Risiko von Ausbeutung erhöht und das erklärte Ziel der Regierung, die Pflege zu professionalisieren, untergräbt.
Aus globaler Mobilitätsperspektive könnte die Politik die Attraktivität des Vereinigten Königreichs als Ziel für dringend benötigte Fachkräfte im Gesundheitswesen schmälern. Multinationale Betreiber von Pflegeheimen in Großbritannien sind stark auf die Rekrutierung aus Drittstaaten angewiesen und haben die Minister aufgefordert, die Niederlassungsregeln an die Standards der International Recruitment Organisation (IRO) anzupassen, die in anderen OECD-Ländern gelten.
Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, müssen Unternehmen mit höherer Fluktuation, steigenden Kosten für Visa-Sponsoring und einem verstärkten Fokus auf Bindungsanreize wie Wohnungsunterstützung und beschleunigte Karrierewege rechnen. Die Behörden betonen, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, aber vor der parlamentarischen Sommerpause eine Konsultation erwartet wird. Unternehmen sollten die kommenden Wochen nutzen, um potenzielle Kostenfolgen zu quantifizieren und evidenzbasierte Stellungnahmen vorzubereiten.
Nach dem geplanten Änderungsentwurf – vorgestellt in einem aktuellen Innenministeriumspapier zur Einwanderung nach dem Brexit – müssten die 102.000 Pflegekräfte, die im vergangenen Jahr mit Health & Care Worker-Visa eingereist sind, den Großteil ihres Arbeitslebens mit einem befristeten Status verbringen, bevor sie sich dauerhaft niederlassen könnten. Arbeitgeber warnen, dass dies die Rekrutierung erheblich erschweren würde, zumal die Zahl der offenen Stellen auf fast 150.000 steigt.
Rayner wies darauf hin, dass die meisten Pflegekräfte deutlich unter der Gehaltsschwelle von 29.000 Pfund für den Skilled Worker-Status verdienen und daher auf langfristige Sicherheit angewiesen sind, um den Schritt überhaupt wagen zu können. Branchenverbände wie Care England und das National Care Forum argumentieren, dass ein 15-Jahres-Weg zur Niederlassung die Beschäftigten in Konkurrenzmärkte wie Kanada und Australien treiben würde, die beide eine Aufenthaltsgenehmigung innerhalb von vier bis fünf Jahren anbieten. Zudem warnen sie, dass eine längere Bindung an Arbeitgeber das Risiko von Ausbeutung erhöht und das erklärte Ziel der Regierung, die Pflege zu professionalisieren, untergräbt.
Aus globaler Mobilitätsperspektive könnte die Politik die Attraktivität des Vereinigten Königreichs als Ziel für dringend benötigte Fachkräfte im Gesundheitswesen schmälern. Multinationale Betreiber von Pflegeheimen in Großbritannien sind stark auf die Rekrutierung aus Drittstaaten angewiesen und haben die Minister aufgefordert, die Niederlassungsregeln an die Standards der International Recruitment Organisation (IRO) anzupassen, die in anderen OECD-Ländern gelten.
Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, müssen Unternehmen mit höherer Fluktuation, steigenden Kosten für Visa-Sponsoring und einem verstärkten Fokus auf Bindungsanreize wie Wohnungsunterstützung und beschleunigte Karrierewege rechnen. Die Behörden betonen, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, aber vor der parlamentarischen Sommerpause eine Konsultation erwartet wird. Unternehmen sollten die kommenden Wochen nutzen, um potenzielle Kostenfolgen zu quantifizieren und evidenzbasierte Stellungnahmen vorzubereiten.
Quelle: Care Home Professional
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