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Ottawa setzt Einwanderungsverfahren aus Ebola-Risikogebieten aus und friert 36.000 Daueraufenthaltsakten ein

Juni 14, 2026
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Ottawa setzt Einwanderungsverfahren aus Ebola-Risikogebieten aus und friert 36.000 Daueraufenthaltsakten ein
Mit seinen neuen Notfallbefugnissen hat die Bundesregierung am 13. Juni per Regierungsverordnung die Bearbeitung von Einwanderungsdokumenten für Antragsteller aus Uganda, der Demokratischen Republik Kongo und Südsudan ausgesetzt – Länder, die von der kanadischen Gesundheitsbehörde als Hochrisikogebiete für Ebola-Ausbrüche eingestuft werden. Laut Angaben in der Canada Gazette wurden 36.060 Anträge auf Daueraufenthalt pausiert, ebenso rund 24.500 bereits ausgestellte, aber noch nicht genutzte temporäre Visa und Reisegenehmigungen. Etwa 1.700 Personen mit gültigen PR-Visa dürfen bis mindestens 28. August nicht nach Kanada einreisen, wenn die 90-Tage-Verordnung nicht verlängert wird. Die Aussetzung betrifft alle Kategorien – Flüchtlinge, Familienangehörige, Wirtschafts- und humanitäre Fälle – und blockiert zudem die Ausstellung neuer Arbeits- und Studiengenehmigungen sowie elektronischer Reisegenehmigungen für Bewohner der drei Länder. Einzelne Ausnahmen kann der Einwanderungsminister aus dringenden Schutz- oder humanitären Gründen gewähren. Für Arbeitgeber könnte der Stopp die Personalplanung in Bergbau-, Energie- und NGO-Projekten erschweren, die stark aus Ost- und Zentralafrika rekrutieren. Unternehmen sollten betroffene Kandidaten identifizieren, Mobilisierungen verschieben und Möglichkeiten für Fernarbeit oder Einsätze in Drittstaaten prüfen. Wer in Nachbarländern tätig ist, muss mit verstärkten Kontrollen an kanadischen Grenzübergängen rechnen, da die Grenzbeamten Gesundheitschecks intensivieren. Dieser Schritt ist der erste Praxistest für die weitreichenden Aussetzungsmöglichkeiten des Gesetzes C-12. Experten im Gesundheitswesen begrüßen die Vorsichtsmaßnahme, warnen jedoch, dass längere Aussetzungen die Arbeitskräftelücken verschärfen und Kanadas humanitäre Verpflichtungen gefährden könnten.
Quelle: Canada Gazette Part I

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