
Der internationale Flughafen Toronto Pearson erlebte am Samstag, den 13. Juni, erneut erhebliche Störungen mit mindestens 36 Flugausfällen und rund 94 Verspätungen auf Strecken nach New York, Dallas, München, Dublin sowie zahlreichen Inlandszielen. Öffentliche Flugdaten zeigen, dass regionale Partner von Air Canada und United Airlines – Jazz, Endeavor, SkyWest und Republic – besonders stark betroffen waren, was zu verpassten Anschlussflügen in Nordamerika und Europa führte. Branchenexperten führen das Chaos auf enge Sommerflugpläne, Personalmangel bei den Crews und anhaltende Einschränkungen in der Flugverkehrskontrolle zurück. Da regionale Fluggesellschaften die großen Drehkreuze anfliegen, wirken sich Ausfälle in der gesamten Airline-Netzwerk aus und lassen Passagiere weit entfernt von ihren Endzielen stranden. Gestrandete Reisende berichteten von langen Warteschlangen beim Kundenservice und eingeschränkten Umbuchungsmöglichkeiten am selben Tag. Nach den kanadischen Passagierrechten hängt eine Entschädigung davon ab, ob die Ursache im Einflussbereich der Fluggesellschaft lag – eine Prüfung, die Wochen dauern kann. Geschäftsreisende werden dazu geraten, längere Zwischenstopps am Pearson einzuplanen und die Apps der Airlines auf fortlaufende Verspätungen zu überwachen. Multinationale Unternehmen mit zeitkritischen Reisen prüfen alternative Routen über Montréal oder US-Drehkreuze, um Risiken zu minimieren. Da die Hauptreisezeit gerade erst beginnt, warnen Beobachter davor, dass Infrastruktur- und Personalengpässe die Flugplanunsicherheit bis Ende August zur Normalität machen könnten.
Quelle: The Traveler
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