
SBS Vietnam berichtet über wachsende Besorgnis in Australiens internationaler Studentengemeinschaft von 700.000 Personen, nachdem die One Nation-Chefin Pauline Hanson am 9. Juni vorgeschlagen hatte, dass Studierende, die ihren Studiengang wechseln, Australien verlassen und sich von außerhalb neu bewerben müssen. Die am 16. Juni veröffentlichte Meldung enthält Warnungen von vietnamesischen Studentenvertretern und Migrationsberatern, dass dieser Plan ehrliche Lernende bestrafen und zusätzliche Reisekosten sowie Visagebühren in Höhe von mehreren Tausend Dollar verursachen würde. Hanson argumentiert, einige Studierende würden „Brückenvisa“ und das Asylsystem ausnutzen, um ihren Aufenthalt zu verlängern. Kritiker entgegnen, dass nur ein kleiner Bruchteil der Studierenden Schutzansprüche stellt und dass Bildungsexporte im Jahr 2025 Einnahmen von 53,6 Milliarden AUD generierten – was strafende Hürden wirtschaftlich kontraproduktiv macht. Die Migrationsberaterin Hân Huỳnh weist darauf hin, dass Australien bereits einige der weltweit höchsten Visagebühren erhebt (rund 2.000 AUD) und dass eine verpflichtende Antragstellung aus dem Ausland Talente eher nach Kanada oder Großbritannien treiben könnte. Die Debatte findet statt, während die Bundesregierung eine Obergrenze von 295.000 Studienvisa für 2026 festlegt und die Anforderungen an Englischkenntnisse sowie finanzielle Nachweise verschärft. Universitäten befürchten, dass Hansons Narrative den Bildungssektor vor der Wahl 2027 weiter politisieren und das Risiko plötzlicher Regeländerungen erhöhen könnte, die die Einschreibungsplanung und Mobilitätsstrategien erschweren. Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen für Absolventen sollten die politische Entwicklung genau beobachten: Sollte die Regelung zur Antragstellung aus dem Ausland parlamentarisch durchkommen, könnten sich die Übergangszeiten für die Umwandlung von Studentenvisa in Arbeits- oder Fachkräftevisa verlängern. Bildungsexperten raten Studierenden, Kurswechsel möglichst zu vermeiden, bis die Gesetzesabsichten klarer sind. Obwohl der Vorschlag derzeit keine parteiübergreifende Unterstützung findet, deutet seine Resonanz in Wahlkreisen mit Wohnraummangel darauf hin, dass die Visapolitik ein weiterhin umstrittenes Thema bleibt. Beteiligte fordern einen datenbasierten Ansatz, der gezielt dokumentierten Missbrauch bekämpft, statt pauschale Beschränkungen einzuführen.
Quelle: SBS Vietnamese
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