
Hunderte von Menschen, die glaubten, ihren Staatsbürgerschaftsstatus durch die Reformen des vergangenen Jahres zur „verlorenen Kanadier“-Regelung endlich geklärt zu haben, wurden diese Woche überrascht: Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) fordert nun die Rückgabe ihrer Staatsbürgerschaftsnachweise. Briefe, die am Wochenende des 14. bis 15. Juni verschickt wurden, verlangen von den Empfängern, ihre Staatsbürgerschaftszertifikate an die Case Review Unit in Sydney, Nova Scotia, zu senden, während die Behörden erneut prüfen, ob die vorgelegten Nachweise den neuen gesetzlichen Anforderungen tatsächlich entsprechen.
Diese Maßnahme geht auf das Gesetz C-3 zurück, das die Staatsbürgerschaft durch Abstammung für im Ausland vor dem 15. Dezember 2025 Geborene wiederherstellt, sofern sie einen kanadischen Eltern- oder Großelternteil nachweisen können. Anwälte berichten, dass das Ministerium zunächst alternative Dokumente wie Taufregister oder Volkszählungsauszüge akzeptierte, wenn amtliche Personenstandsdokumente fehlten. Die aktuellen Überprüfungsbriefe bestehen jedoch darauf, dass „Originalquellen“ vorgelegt oder fehlende Dokumente ausführlich erklärt werden müssen.
Die Betroffenen haben 30 Tage Zeit, um zu reagieren, andernfalls könnte IRCC ihre digitale Akte mit dem Vermerk „Staatsbürgerschaft strittig“ kennzeichnen. Für die Einzelnen sind die Folgen gravierend: Ein ausgesetzt erklärtes Zertifikat kann alles beeinträchtigen – von der Passverlängerung bis hin zur Annahme eines Auslandsarbeitsauftrags. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen des Temporary Foreign Worker Program oder des Canada-U.S.-Mexico Agreement (CUSMA) versetzen, befürchten, dass Betroffene in der Schwebe ihre Rückkehrberechtigung nach Kanada nicht nachweisen können.
IRCC hat bislang keine Statistiken veröffentlicht, doch der Einwanderungsanwalt Amandeep Hayer berichtete gegenüber CityNews, dass er bereits Anrufe von mindestens 40 besorgten Familien erhalten habe und schätzt, dass „einige hundert“ Personen betroffen sind. Experten raten allen, die einen solchen Brief erhalten, eine Informationsfreiheitsanfrage zu stellen, um die Notizen der Sachbearbeiter einzusehen, fehlende Dokumente schnell zu beschaffen und bei Bedarf eine Fristverlängerung zu beantragen. Zudem wird empfohlen, bis zur Klärung der Überprüfung auf Auslandsreisen zu verzichten, da Reisende mit markiertem Zertifikat bei der Wiedereinreise mit einer intensiveren Kontrolle rechnen müssen.
Der Vorfall verdeutlicht die operative Belastung, unter der das Staatsbürgerschaftsprogramm steht, da es gleichzeitig mehrere gesetzliche Änderungen und digitale Verarbeitungsinitiativen umsetzt. IRCC hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorgängen geäußert, doch Interessenvertretungen drängen das Ministerium, klarzustellen, ob die Rückforderungsbriefe versehentlich verschickt wurden oder ob sie eine künftig strengere Beweispflicht signalisieren.
Diese Maßnahme geht auf das Gesetz C-3 zurück, das die Staatsbürgerschaft durch Abstammung für im Ausland vor dem 15. Dezember 2025 Geborene wiederherstellt, sofern sie einen kanadischen Eltern- oder Großelternteil nachweisen können. Anwälte berichten, dass das Ministerium zunächst alternative Dokumente wie Taufregister oder Volkszählungsauszüge akzeptierte, wenn amtliche Personenstandsdokumente fehlten. Die aktuellen Überprüfungsbriefe bestehen jedoch darauf, dass „Originalquellen“ vorgelegt oder fehlende Dokumente ausführlich erklärt werden müssen.
Die Betroffenen haben 30 Tage Zeit, um zu reagieren, andernfalls könnte IRCC ihre digitale Akte mit dem Vermerk „Staatsbürgerschaft strittig“ kennzeichnen. Für die Einzelnen sind die Folgen gravierend: Ein ausgesetzt erklärtes Zertifikat kann alles beeinträchtigen – von der Passverlängerung bis hin zur Annahme eines Auslandsarbeitsauftrags. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen des Temporary Foreign Worker Program oder des Canada-U.S.-Mexico Agreement (CUSMA) versetzen, befürchten, dass Betroffene in der Schwebe ihre Rückkehrberechtigung nach Kanada nicht nachweisen können.
IRCC hat bislang keine Statistiken veröffentlicht, doch der Einwanderungsanwalt Amandeep Hayer berichtete gegenüber CityNews, dass er bereits Anrufe von mindestens 40 besorgten Familien erhalten habe und schätzt, dass „einige hundert“ Personen betroffen sind. Experten raten allen, die einen solchen Brief erhalten, eine Informationsfreiheitsanfrage zu stellen, um die Notizen der Sachbearbeiter einzusehen, fehlende Dokumente schnell zu beschaffen und bei Bedarf eine Fristverlängerung zu beantragen. Zudem wird empfohlen, bis zur Klärung der Überprüfung auf Auslandsreisen zu verzichten, da Reisende mit markiertem Zertifikat bei der Wiedereinreise mit einer intensiveren Kontrolle rechnen müssen.
Der Vorfall verdeutlicht die operative Belastung, unter der das Staatsbürgerschaftsprogramm steht, da es gleichzeitig mehrere gesetzliche Änderungen und digitale Verarbeitungsinitiativen umsetzt. IRCC hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorgängen geäußert, doch Interessenvertretungen drängen das Ministerium, klarzustellen, ob die Rückforderungsbriefe versehentlich verschickt wurden oder ob sie eine künftig strengere Beweispflicht signalisieren.
Quelle: CityNews / The Canadian Press