
Das italienische Konsulat in Deutschland bestätigte am 18. Juni, dass das System der elektronischen Identitätskarte (CIE) nach einem holprigen Start am 1. Juni nun stabil läuft. Seit diesem Datum können in AIRE registrierte Bürger in jeder italienischen Gemeinde einen Antrag stellen. In einer Sendung bei COSMO Italiano gaben Botschaftsmitarbeiter bekannt, dass zwischen dem 1. und 11. Juni bereits 13.000 Karten an im Ausland lebende Italiener ausgegeben wurden. Die Nachfrage stieg stark an, da Papierausweise ab dem 3. August 2026 für internationale Reisen nicht mehr gültig sein werden. Das Innenministerium hat die Gültigkeit der Papierausweise im Inland verlängert, doch die Konsulate warnen, dass diese im Ausland nicht mehr als Reisedokumente anerkannt werden. Daher werden auf der Plattform Prenot@Mi bevorzugte Termine für Visaanträge für Italiener reserviert, die keine anderen gültigen Dokumente besitzen. Die CIE, die per Einschreiben aus Rom verschickt wird, dient zugleich als sicheres Authentifizierungsmedium für INPS, die Steuerbehörde Agenzia delle Entrate und – besonders wichtig für Grenzgänger – das deutsche Bund-ID-Portal. Antragsteller müssen die PIN der Karte aktivieren; ohne diese bleibt der Zugang zu Online-Diensten gesperrt. Für Mobilitätsplaner ist die Botschaft klar: Stellen Sie sicher, dass reisende Mitarbeiter und deren mitreisende Familienmitglieder, die auf einen italienischen Ausweis angewiesen sind, die CIE rechtzeitig vor dem Stichtag im August beantragen. Unternehmen sollten zudem ihre Onboarding-Unterlagen aktualisieren, um die Nutzung der CIE für die Fernidentifikation und elektronische Unterschriften bei deutschen Mietverträgen oder der Anmeldung bei lokalen Behörden zu erklären.
Quelle: WDR COSMO Italiano