
Die seit langem andauernde Aussetzung der vollständigen Schengen-Freizügigkeit an der italienisch-slowenischen Landgrenze wurde am 18. Juni 2026 nicht wie von vielen Pendlern erhofft beendet. Am Abend des 18. Juni reichte das Innenministerium in Rom eine neue Mitteilung in Brüssel ein, mit der die Maßnahme um den maximal zulässigen Zeitraum von sechs Monaten gemäß Artikel 25a des Schengener Grenzkodex verlängert wird. Die aktualisierte Liste der Kommission, veröffentlicht am 19. Juni, bestätigt, dass die Kontrollen nun vom 19. Juni bis zum 18. Dezember 2026 andauern werden.
Rom hatte die Kontrollen erstmals im Oktober 2023 nach dem Hamas-Angriff auf Israel wiedereingeführt und dabei ein erhöhtes Risiko terroristischer Einschleusungen entlang der Westbalkan-Route angeführt. Seitdem wurde die Maßnahme alle sechs Monate verlängert, wobei die Regierung Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, starken Migrationsdruck sowie Schleusernetzwerke als Rechtfertigung für die anhaltende Wachsamkeit anführt. Die jüngste Risikobewertung verweist zudem auf den Sicherheitsplan für die Paralympischen Winterspiele 2026 und das Vatikan-Jubiläum.
Für Geschäftsreisende und Logistikmanager bedeutet die Verlängerung eine weitere halbe Jahr mit Stichprobenkontrollen auf der stark frequentierten Autobahn A23 sowie an Nebenübergängen, die die Industriezentren von Friaul-Julisch Venetien mit dem slowenischen Hafen Koper und Mitteleuropa verbinden. Polizeidaten zufolge wurden zwischen Oktober 2023 und Mai 2026 mehr als 1,5 Millionen Personen und 700.000 Fahrzeuge kontrolliert, was zu 648 Festnahmen führte – Zahlen, mit denen die Regierung die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme verteidigt.
Unternehmen sollten ihre Fahrer weiterhin anweisen, Ausweisdokumente mitzuführen und zusätzliche Transitzeit einzuplanen, insbesondere an kleineren Grenzübergängen, wo stichprobenartige Kontrollen gelegentlich zu Warteschlangen führen. Personalabteilungen, die Mitarbeiter zwischen italienischen und slowenischen Standorten versetzen, müssen mögliche Verzögerungen im Pendelverkehr berücksichtigen und bei Bedarf Beschäftigungs- oder Entsendebescheinigungen vorlegen können. Logistikdienstleister berichten zwar von minimalen Störungen im Frachtverkehr, stellen jedoch fest, dass die Überprüfung der Transportdokumente (CMR, ADR, ATA Carnet) häufiger erfolgt.
Politisch wächst der Druck: Die Europäische Kommission forderte am 2. Juni Italien und acht weitere Mitgliedstaaten auf, die internen Grenzkontrollen schrittweise abzubauen, da langanhaltende Aussetzungen das Vertrauen in Schengen untergraben. Zivilgesellschaftliche Gruppen veranstalteten am 20. Juni am Grenzübergang Stupizza-Robič eine Protestaktion unter dem Motto „C’era una volta Schengen“ („Es war einmal Schengen“) und forderten einen Fahrplan zur Wiederherstellung der Freizügigkeit.
Sofern sich die Sicherheitslage nicht dramatisch ändert, sollten Reisende jedoch weiterhin mit Kontrollen rechnen – mindestens bis nach Weihnachten 2026.
Rom hatte die Kontrollen erstmals im Oktober 2023 nach dem Hamas-Angriff auf Israel wiedereingeführt und dabei ein erhöhtes Risiko terroristischer Einschleusungen entlang der Westbalkan-Route angeführt. Seitdem wurde die Maßnahme alle sechs Monate verlängert, wobei die Regierung Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, starken Migrationsdruck sowie Schleusernetzwerke als Rechtfertigung für die anhaltende Wachsamkeit anführt. Die jüngste Risikobewertung verweist zudem auf den Sicherheitsplan für die Paralympischen Winterspiele 2026 und das Vatikan-Jubiläum.
Für Geschäftsreisende und Logistikmanager bedeutet die Verlängerung eine weitere halbe Jahr mit Stichprobenkontrollen auf der stark frequentierten Autobahn A23 sowie an Nebenübergängen, die die Industriezentren von Friaul-Julisch Venetien mit dem slowenischen Hafen Koper und Mitteleuropa verbinden. Polizeidaten zufolge wurden zwischen Oktober 2023 und Mai 2026 mehr als 1,5 Millionen Personen und 700.000 Fahrzeuge kontrolliert, was zu 648 Festnahmen führte – Zahlen, mit denen die Regierung die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme verteidigt.
Unternehmen sollten ihre Fahrer weiterhin anweisen, Ausweisdokumente mitzuführen und zusätzliche Transitzeit einzuplanen, insbesondere an kleineren Grenzübergängen, wo stichprobenartige Kontrollen gelegentlich zu Warteschlangen führen. Personalabteilungen, die Mitarbeiter zwischen italienischen und slowenischen Standorten versetzen, müssen mögliche Verzögerungen im Pendelverkehr berücksichtigen und bei Bedarf Beschäftigungs- oder Entsendebescheinigungen vorlegen können. Logistikdienstleister berichten zwar von minimalen Störungen im Frachtverkehr, stellen jedoch fest, dass die Überprüfung der Transportdokumente (CMR, ADR, ATA Carnet) häufiger erfolgt.
Politisch wächst der Druck: Die Europäische Kommission forderte am 2. Juni Italien und acht weitere Mitgliedstaaten auf, die internen Grenzkontrollen schrittweise abzubauen, da langanhaltende Aussetzungen das Vertrauen in Schengen untergraben. Zivilgesellschaftliche Gruppen veranstalteten am 20. Juni am Grenzübergang Stupizza-Robič eine Protestaktion unter dem Motto „C’era una volta Schengen“ („Es war einmal Schengen“) und forderten einen Fahrplan zur Wiederherstellung der Freizügigkeit.
Sofern sich die Sicherheitslage nicht dramatisch ändert, sollten Reisende jedoch weiterhin mit Kontrollen rechnen – mindestens bis nach Weihnachten 2026.
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