
Ein Briefing vom 18. Juni des Anwaltsbüros Ogletree Deakins im „Beltway Buzz“ bestätigte, dass das Bezirksgericht von Massachusetts der Trump-Administration eine vorläufige administrative Aussetzung gewährt hat, die es der USCIS erlaubt, die umstrittene Zusatzgebühr von 100.000 US-Dollar für neue H-1B-Anträge weiterhin zu erheben – bis zu einer endgültigen Entscheidung des Berufungsgerichts des Ersten Bezirks. Die Gebühr, die durch eine Präsidialverordnung von September 2025 eingeführt wurde, war am 8. Juni aufgehoben worden, nachdem dasselbe Bezirksgericht die Umsetzungspolitik als rechtswidrig nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz eingestuft hatte. Die Regierung legte sofort Berufung ein und beantragte eine Aussetzung; das Gericht gewährte eine enge Pause, vorausgesetzt, die Verwaltung reicht ihren Antrag beim Berufungsgericht spätestens am 18. Juni ein. Für Arbeitgeber, die sich mitten in kap-freien Anträgen für das Geschäftsjahr 2027 oder außerplanmäßigen Transfers befinden, ist die Unsicherheit erheblich. Anträge, die nach dem 12. Juni eingereicht werden, erfordern erneut den sechsstelligen Scheck – zusätzlich zu den regulären Antragsgebühren –, sofern die USCIS keine neuen Richtlinien herausgibt. Unternehmen sollten Rücklagen in ihren Umzugsbudgets einplanen und erwägen, nicht dringende Einsätze zu verschieben, bis Klarheit über die Gebühren besteht. Einwanderungsberater empfehlen, doppelte Antragsunterlagen einzureichen – eine mit Zahlung, eine ohne –, damit die USCIS je nach Ausgang der Berufung die passende Version akzeptieren kann. Kleinere Tech-Firmen und Universitäten, die oft auf H-1B-Fachkräfte angewiesen sind, aber mit knapperen Budgets arbeiten, berichten, dass die Unsicherheit bereits Einstellungsentscheidungen hemmt. Die Entscheidung des Berufungsgerichts könnte wegweisend dafür sein, inwieweit die Exekutive ohne Zustimmung des Kongresses hohe Einwanderungszuschläge erheben darf – und damit ein richtungsweisender Fall für künftige Mobilitätskosten werden.
Quelle: Ogletree Deakins – Beltway Buzz