
Die Diskussion über Migration in Australien erhielt am 19. Juni 2026 eine neue statistische Grundlage, als das Australian Bureau of Statistics (ABS) seinen ersten detaillierten Mikrodatenbericht zur Netto-Auslandswanderung (Net Overseas Migration, NOM) für das Kalenderjahr 2025 veröffentlichte. Die Zahlen zeigen, dass im vergangenen Jahr 563.500 langfristige und dauerhafte Einwanderer nach Australien kamen, während 262.700 das Land verließen – was eine Nettozuwanderung von 301.000 Personen ergibt. Das ist ein Rückgang gegenüber 330.400 im Jahr 2024 und markiert erstmals seit der Wiedereröffnung der internationalen Grenzen 2022 einen Rückgang der Ankünfte unter das Niveau von 2019.
Studierende bleiben mit 157.000 die größte Gruppe, gefolgt von qualifizierten temporären Einwanderern mit 92.000 und Working-Holiday-Machern mit 48.000. Obwohl der Rückgang moderat ausfällt, hat er politische Bedeutung. Die Labour-Partei prognostiziert eine schrittweise Rückkehr zum Vor-Pandemie-Planungsziel von 225.000 NOM bis 2028; die neuen Zahlen ermöglichen es Finanzminister Jim Chalmers zu betonen, dass „die Migration bereits um 45 Prozent vom Höchststand gesunken ist“ – ein Argument, das die Regierung nutzt, um die Wirkung der im Mai-Budget angekündigten strengeren Visakontrollen zu unterstreichen.
Die Opposition griff die Veröffentlichung hingegen auf, um erneut schärfere Kürzungen zu fordern. Schattenfinanzminister Angus Taylor bekräftigte das Versprechen der Koalition, die jährliche Migrationsobergrenze an die Zahl der im Vorjahr fertiggestellten neuen Wohnungen zu koppeln – eine Formel, die die NOM „deutlich unter 200.000“ drücken würde. One Nation-Chefin Pauline Hanson bekräftigte ihre Forderung nach einer strikten Obergrenze von 130.000 Visa und einer achtjährigen Wartezeit für neue Einwanderer, bevor sie Sozialleistungen in Anspruch nehmen können, und bezeichnete die Einwanderung als „Kern des Wohnungsproblems“. Die Grünen begrüßten hingegen die ABS-Daten als Beleg für die Nachhaltigkeit des aktuellen Niveaus und erneuerten ihre Forderung, die humanitäre Aufnahme auf 50.000 Plätze pro Jahr auszuweiten.
Politikanalysten sehen im neuen Datensatz einen Gewinn für Arbeitgeber, Universitäten und Landesregierungen, die Visa-Unterkategorien und Herkunftsländer genau verfolgen. „Die Mikrodaten ermöglichen es Unternehmen, genau zu analysieren, welche Qualifikationsbereiche wachsen oder schrumpfen – eine wichtige Information für die Personalplanung“, erklärt Pradeep Philip, Partner bei Deloitte Access Economics. Für Mobility-Manager bedeutet das, dass sich die Bearbeitungszeiten für Visa 2026-27 voraussichtlich nicht dramatisch verlängern werden: Das Budget des Innenministeriums geht nur von einem moderaten Rückgang der Anträge aus, und das Ministerium teilte bei einer Branchenveranstaltung am Montag mit, dass die Personalstärke für die Visa-Kategorien Global Talent, Temporary Skill Shortage (TSS) und Skills-in-Demand stabil gehalten wird. Unternehmen, die in den nächsten zwölf Monaten Mitarbeiter nach Australien entsenden wollen, sollten jedoch weiterhin mit genauer Prüfung der Übergänge von Studium zu Arbeit sowie möglichen Verschärfungen der Englisch-Sprachanforderungen rechnen, die für November angekündigt wurden.
Studierende bleiben mit 157.000 die größte Gruppe, gefolgt von qualifizierten temporären Einwanderern mit 92.000 und Working-Holiday-Machern mit 48.000. Obwohl der Rückgang moderat ausfällt, hat er politische Bedeutung. Die Labour-Partei prognostiziert eine schrittweise Rückkehr zum Vor-Pandemie-Planungsziel von 225.000 NOM bis 2028; die neuen Zahlen ermöglichen es Finanzminister Jim Chalmers zu betonen, dass „die Migration bereits um 45 Prozent vom Höchststand gesunken ist“ – ein Argument, das die Regierung nutzt, um die Wirkung der im Mai-Budget angekündigten strengeren Visakontrollen zu unterstreichen.
Die Opposition griff die Veröffentlichung hingegen auf, um erneut schärfere Kürzungen zu fordern. Schattenfinanzminister Angus Taylor bekräftigte das Versprechen der Koalition, die jährliche Migrationsobergrenze an die Zahl der im Vorjahr fertiggestellten neuen Wohnungen zu koppeln – eine Formel, die die NOM „deutlich unter 200.000“ drücken würde. One Nation-Chefin Pauline Hanson bekräftigte ihre Forderung nach einer strikten Obergrenze von 130.000 Visa und einer achtjährigen Wartezeit für neue Einwanderer, bevor sie Sozialleistungen in Anspruch nehmen können, und bezeichnete die Einwanderung als „Kern des Wohnungsproblems“. Die Grünen begrüßten hingegen die ABS-Daten als Beleg für die Nachhaltigkeit des aktuellen Niveaus und erneuerten ihre Forderung, die humanitäre Aufnahme auf 50.000 Plätze pro Jahr auszuweiten.
Politikanalysten sehen im neuen Datensatz einen Gewinn für Arbeitgeber, Universitäten und Landesregierungen, die Visa-Unterkategorien und Herkunftsländer genau verfolgen. „Die Mikrodaten ermöglichen es Unternehmen, genau zu analysieren, welche Qualifikationsbereiche wachsen oder schrumpfen – eine wichtige Information für die Personalplanung“, erklärt Pradeep Philip, Partner bei Deloitte Access Economics. Für Mobility-Manager bedeutet das, dass sich die Bearbeitungszeiten für Visa 2026-27 voraussichtlich nicht dramatisch verlängern werden: Das Budget des Innenministeriums geht nur von einem moderaten Rückgang der Anträge aus, und das Ministerium teilte bei einer Branchenveranstaltung am Montag mit, dass die Personalstärke für die Visa-Kategorien Global Talent, Temporary Skill Shortage (TSS) und Skills-in-Demand stabil gehalten wird. Unternehmen, die in den nächsten zwölf Monaten Mitarbeiter nach Australien entsenden wollen, sollten jedoch weiterhin mit genauer Prüfung der Übergänge von Studium zu Arbeit sowie möglichen Verschärfungen der Englisch-Sprachanforderungen rechnen, die für November angekündigt wurden.
Quelle: SBS News
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