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Letzte Saison für das Visumskonzept der Übersee-Schafscherer signalisiert angespannten Arbeitsmarkt für britische Landwirtschaft

Juni 22, 2026
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Letzte Saison für das Visumskonzept der Übersee-Schafscherer signalisiert angespannten Arbeitsmarkt für britische Landwirtschaft
Eine Folge von BBC One’s „Countryfile“, die am 21. Juni 2026 ausgestrahlt wird, beleuchtet ein landwirtschaftliches Problem mit überraschenden globalen Mobilitätsaspekten: die Entscheidung des Innenministeriums, die langjährige Visa-Ausnahmeregelung für ausländische Schafscherer nach diesem Sommer auslaufen zu lassen. Die Regelung, die erstmals 2011 eingeführt wurde, ermöglichte es rund 500 spezialisierten Schafscherern – hauptsächlich aus Australien und Neuseeland –, jedes Frühjahr für bis zu drei Monate ohne Einhaltung der Gehaltsgrenzen für Fachkräfte ins Vereinigte Königreich einzureisen. Landwirte, die im Programm zu Wort kommen, warnen, dass heimische Ausbildungsprogramme noch nicht ausreichen, um die saisonale Arbeit von zwei Millionen Schafen zu bewältigen, was bei Verzögerungen beim Scheren zu Verstößen gegen den Tierschutz führen könnte. Branchenverbände hatten sich für eine dauerhafte Lösung nach dem Vorbild des Seasonal Worker Scheme eingesetzt, doch das Innenministerium argumentiert, der Agrar- und Ernährungssektor müsse „auf eine nachhaltige, inländische Fachkräftepipeline umstellen“. Für Experten im Bereich Arbeitsmobilität ist der Fall zwar zahlenmäßig klein, aber lehrreich. Er zeigt die Bereitschaft der Regierung, maßgeschneiderte Ausnahmeregelungen im Rahmen der umfassenden Einwanderungskontrollen 2026 auslaufen zu lassen, die unter anderem die Gehaltsuntergrenzen anhoben und Vergünstigungen für Mangelberufe abschafften. Arbeitgeber, die auf spezielle Visa-Ausnahmen angewiesen sind – sei es für Offshore-Windtechniker oder Tourneeköche – sollten mit ähnlichen Überprüfungen rechnen. Betroffene Schafscherer haben für 2027 zwei Optionen: Entweder sie stellen Fachkräfte über das Skilled Worker-Visum mit einem Mindestgehalt von 30.960 Pfund ein (was angesichts der saisonalen Einkünfte unwahrscheinlich ist) oder sie wechseln zum Temporary Worker-Seasonal-Visum, das derzeit Schafscherer ausschließt, aber angepasst werden könnte. In beiden Fällen verlängern sich die Bearbeitungszeiten von Tagen auf Wochen, und Arbeitsvermittler müssen sich als lizenzierte Sponsoren registrieren, was zusätzliche Compliance-Kosten verursacht. Die zeitliche Umstellung stellt kleine Familienbetriebe vor Herausforderungen, da die Schafschur ihren Höhepunkt Ende Mai und Anfang Juni hat. Agrarberatungen empfehlen, die Auswahl der Herden früher vorzunehmen und mobile Scherereinheiten aus der EU einzusetzen – wobei die nach dem Brexit geltenden Kabotageregelungen den Transport erschweren. Das Auslaufen des Visums wirkt somit weit über die Landwirtschaft hinaus und zeigt exemplarisch, wie branchenspezifische Ausnahmeregelungen über Nacht verschwinden können, während die Personalabteilungen die Folgen bewältigen müssen.
Quelle: Memorable TV (Countryfile preview)

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