
Das neue Rückerstattungsprogramm für das Scale-Up-Visum der britischen Regierung ist diese Woche still und leise gestartet worden. Am 18. Juni 2026 veröffentlichte die globale Mobilitätsberatung Centuro Global die erste ausführliche Analyse, wie das Programm funktionieren wird. Im Rahmen des Pilotprojekts können britische Wachstumsunternehmen mit bestehender Sponsor-Lizenz 100 Prozent der Gebühren zurückfordern, die sie beim Einstellen von Mitarbeitern über die Scale-up-, Skilled Worker- oder Global Talent-Visa zahlen. Die Rückerstattungen werden vierteljährlich von UK Visas & Immigration bearbeitet und direkt auf ein britisches Geschäftskonto überwiesen. Parallel dazu wird ein „Concierge-Service“ eingerichtet, der qualifizierten Firmen einen festen Ansprechpartner innerhalb der Regierung bietet, um komplexe Sponsoring- oder Compliance-Fragen zu beschleunigen.
Die Maßnahme zielt auf zwei bekannte Probleme ab: Erstens hinkt die Nutzung des Scale-up-Visums den Erwartungen weit hinterher – nur 2.825 Hauptanträge im Jahr bis April 2026 –, was vor allem an den hohen Gesamtkosten von über 10.000 Pfund pro Mitarbeiter liegt (Antragsgebühr, Immigration Health Surcharge und Sponsor-Gebühren). Zweitens drängen Fachkräftemangel in den Bereichen KI, Life Sciences und Clean Tech schnell wachsende Unternehmen dazu, ihre Forschung und Entwicklung ins Ausland zu verlagern. Durch die Rückerstattung der Gebühren – bei gleichzeitiger Vorauszahlungspflicht – setzt das Finanzministerium darauf, dass kleine, schnell wachsende Firmen ihren Hauptsitz, ihr geistiges Eigentum und ihre Steuerbasis in Großbritannien behalten.
Die Voraussetzungen sind streng: Unternehmen müssen über drei Jahre hinweg ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 20 Prozent bei Mitarbeiterzahl oder Umsatz nachweisen und zu Beginn mindestens zehn Beschäftigte haben. Die Fördermittel sind auf 125 Millionen Pfund begrenzt und laufen bis zum 1. März 2027. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, weshalb Finanz- und Personalabteilungen schnell handeln müssen. Da die Visakosten weiterhin vorab zu zahlen sind, ist eine sorgfältige Liquiditätsplanung unerlässlich.
Für Mobility-Manager ergeben sich sofortige Auswirkungen: Die erstattungsfähigen Visa-Kategorien entsprechen den Mobilitätswegen, auf die die meisten Scale-ups bereits setzen, und beseitigen eine große Budgethürde, ohne zusätzliche Compliance-Anforderungen zu schaffen. Arbeitgeber, die bisher aus Kostengründen den günstigeren, aber weniger flexiblen Graduate-Route bevorzugten, könnten nun eher die Skilled Worker- oder Scale-up-Kategorien wählen, die weniger Bindungsauflagen mit sich bringen. Berater weisen zudem darauf hin, dass die Rückerstattungen die „Assignment-Kosten“ in globalen Mobilitätskosten-Prognosetools senken und damit die Talentakquise und -einsatzplanung verändern könnten.
In der Praxis sollten Unternehmen 1) ihren aktuellen Sponsor-Lizenzstatus prüfen, 2) Stellen identifizieren, die für Scale-up- oder Skilled Worker-Visa infrage kommen, 3) Betriebskapital für die Vorauszahlung der Gebühren reservieren und 4) die Fristen für Rückerstattungsanträge im Kalender vermerken. Detaillierte Anleitungen werden im Sommer in einer Änderung der Einwanderungsbestimmungen erwartet, doch schnell wachsende Technologie- und Clean-Energy-Unternehmen sollten jetzt mit der Planung beginnen.
Die Maßnahme zielt auf zwei bekannte Probleme ab: Erstens hinkt die Nutzung des Scale-up-Visums den Erwartungen weit hinterher – nur 2.825 Hauptanträge im Jahr bis April 2026 –, was vor allem an den hohen Gesamtkosten von über 10.000 Pfund pro Mitarbeiter liegt (Antragsgebühr, Immigration Health Surcharge und Sponsor-Gebühren). Zweitens drängen Fachkräftemangel in den Bereichen KI, Life Sciences und Clean Tech schnell wachsende Unternehmen dazu, ihre Forschung und Entwicklung ins Ausland zu verlagern. Durch die Rückerstattung der Gebühren – bei gleichzeitiger Vorauszahlungspflicht – setzt das Finanzministerium darauf, dass kleine, schnell wachsende Firmen ihren Hauptsitz, ihr geistiges Eigentum und ihre Steuerbasis in Großbritannien behalten.
Die Voraussetzungen sind streng: Unternehmen müssen über drei Jahre hinweg ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 20 Prozent bei Mitarbeiterzahl oder Umsatz nachweisen und zu Beginn mindestens zehn Beschäftigte haben. Die Fördermittel sind auf 125 Millionen Pfund begrenzt und laufen bis zum 1. März 2027. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, weshalb Finanz- und Personalabteilungen schnell handeln müssen. Da die Visakosten weiterhin vorab zu zahlen sind, ist eine sorgfältige Liquiditätsplanung unerlässlich.
Für Mobility-Manager ergeben sich sofortige Auswirkungen: Die erstattungsfähigen Visa-Kategorien entsprechen den Mobilitätswegen, auf die die meisten Scale-ups bereits setzen, und beseitigen eine große Budgethürde, ohne zusätzliche Compliance-Anforderungen zu schaffen. Arbeitgeber, die bisher aus Kostengründen den günstigeren, aber weniger flexiblen Graduate-Route bevorzugten, könnten nun eher die Skilled Worker- oder Scale-up-Kategorien wählen, die weniger Bindungsauflagen mit sich bringen. Berater weisen zudem darauf hin, dass die Rückerstattungen die „Assignment-Kosten“ in globalen Mobilitätskosten-Prognosetools senken und damit die Talentakquise und -einsatzplanung verändern könnten.
In der Praxis sollten Unternehmen 1) ihren aktuellen Sponsor-Lizenzstatus prüfen, 2) Stellen identifizieren, die für Scale-up- oder Skilled Worker-Visa infrage kommen, 3) Betriebskapital für die Vorauszahlung der Gebühren reservieren und 4) die Fristen für Rückerstattungsanträge im Kalender vermerken. Detaillierte Anleitungen werden im Sommer in einer Änderung der Einwanderungsbestimmungen erwartet, doch schnell wachsende Technologie- und Clean-Energy-Unternehmen sollten jetzt mit der Planung beginnen.
Quelle: Centuro Global