
Nur wenige Stunden nachdem die Einsatzkräfte die Folgen des Starkregens am Samstag beseitigt hatten, warnten Meteorologen am Sonntagabend, dem 21. Juni 2026, erneut vor Unwettern in der Obersteiermark. In Graz stiegen die Temperaturen auf drückende 34 °C, bevor die atmosphärische Instabilität eine neue Runde schwerer Gewitterwarnungen für Bezirke von Murau bis Hartberg-Fürstenfeld auslöste. Das wechselhafte Wetter stellt die Verkehrsdienstleister vor Herausforderungen: Am Flughafen Graz wurden am Nachmittag Oberflächentemperaturen auf der Startbahn von über 55 °C gemessen, was zu einer 20-minütigen Betriebspause führte. Die Regionalzüge der Murtalbahn mussten wegen der Gefahr von hitzebedingten Gleisverformungen langsamer fahren. Veranstalter eines Agri-Tech-Kongresses mit 5.000 Teilnehmern in der Messe Congress Graz errichteten kurzfristig zusätzliche Sonnenschutzstrukturen, während mehrere internationale Aussteller ihre Geräteanlieferungen um einen Tag verschoben, um Straßensperren zu umgehen. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die digitale ID-App ID-Austria nun mehrsprachige Push-Benachrichtigungen unterstützt, sodass Expat-Familien und entsandte Mitarbeiter Hitze- und Unwetterwarnungen auf Englisch, Serbisch und Türkisch erhalten können. Arbeitgeber werden daran erinnert, dass gemäß dem österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzgesetz die Arbeit im Freien bei einem Hitzeindex über 32 °C pausieren muss, sofern keine Kühlmaßnahmen vorhanden sind. Für globale Mobilitätsteams, die Juli-Onboarding-Programme in der Steiermark planen, empfehlen Berater flexible Bahntickets zu buchen und temperaturbedingte Klauseln in Mietverträge für Serviced Apartments aufzunehmen. Versicherungsexperten betonen zudem, dass betriebliche Krankenversicherungen ausdrücklich die Behandlung von Hitzschlag abdecken sollten, da die Fälle in Mitteleuropa stark zunehmen.
Quelle: Harianbasis