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Flughafen Wien hebt 100-ml-Flüssigkeitsregel nach Einführung von CT-Scannern auf

Juni 23, 2026
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Flughafen Wien hebt 100-ml-Flüssigkeitsregel nach Einführung von CT-Scannern auf
Ab diesem Freitag, dem 26. Juni 2026, müssen Passagiere, die vom Flughafen Wien (VIE) abfliegen, keine Toilettenartikel mehr in 100-Milliliter-Fläschchen abfüllen oder Laptops bei der Sicherheitskontrolle auspacken. Der Flughafen hat alle Kontrollspuren auf Computertomographie (CT)-Scanner umgestellt – dieselbe Technologie, die bereits für aufgegebenes Gepäck verwendet wird.

Diese Umstellung ist das Ergebnis eines 18-monatigen Modernisierungsprogramms mit Kosten von rund 35 Millionen Euro und bringt Österreich auf Augenhöhe mit Großbritannien, den Niederlanden und mehreren spanischen Flughäfen, die bereits die seit 2006 geltenden EU-Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck gelockert haben.

Die neuen Scanner erzeugen ein vollständiges 3D-Bild jedes Gegenstands im Handgepäck. Die Software kann Sprengstoffe in flüssiger, gelartiger oder pulverförmiger Form deutlich präziser erkennen als die bisherigen zweidimensionalen Röntgengeräte. Laut Flughafen-COO Julian Jäger ermöglicht dies, das Flüssigkeitslimit auf zwei Liter pro Behälter anzuheben und die elektronische Geräteauspackpflicht zu streichen – was die durchschnittliche Kontrollzeit für Economy-Passagiere in Tests von neun auf unter vier Minuten verkürzt hat.

Für österreichische Fluggesellschaften wie Austrian Airlines und den Low-Cost-Anbieter Level wird die schnellere Abfertigung voraussichtlich zu höherer Pünktlichkeit und weniger Überstunden des Personals während des geschäftigen Sommerflugplans führen. Auch Reiseversicherer erwarten, dass das Risiko verpasster Anschlussflüge – bisher oft durch lange Sicherheitswarteschlangen am Schengen-Transferpier verursacht – sinkt.

Flughafen Wien hebt 100-ml-Flüssigkeitsregel nach Einführung von CT-Scannern auf


Firmenreisemanager haben bereits begonnen, ihre Reisehinweise entsprechend anzupassen; die Wiener Deloitte-Niederlassung schätzt, dass ihre Berater jährlich über 600 abrechenbare Stunden durch Sicherheitsengpässe verlieren.

Die gelockerten Regeln gelten nur für Passagiere, die ihre Reise in Wien beginnen und dort kontrolliert werden. Reisende mit Anschlussflügen an anderen Flughäfen müssen weiterhin die dortigen Vorschriften beachten – darauf weist der Flughafen mit mehrsprachigen Hinweisschildern und auf seiner Website hin.

Doppelwandige Flaschen wie Thermoskannen müssen vorerst leer sein, da die Schichten die CT-Scans stören. Der Flughafen Wien arbeitet gemeinsam mit dem Innenministerium an einem Folgeprojekt, das bis Mitte 2027 eine risikobasierte Fernkontrolle für vertrauenswürdige Reisende ermöglichen soll.

Im größeren Kontext sehen Luftfahrtanalysten diesen Schritt als Vorreiter für eine Schengen-weite Harmonisierung. Deutschland und Frankreich planen, ihre Umstellungen bis Anfang 2027 abzuschließen; sobald eine kritische Masse großer Flughäfen umgestellt ist, wird die Europäische Kommission voraussichtlich die Verordnung (EG) 185/2010 überarbeiten und das 100-ml-Limit europaweit aufheben.

Österreichs frühe Einführung positioniert das Land somit als Innovationsführer bei der Passagiersicherheits-Technologie und könnte mehr Langstreckenverkehr anziehen, der reibungslosere Umstiege innerhalb Europas sucht.
Quelle: Harianbasis

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