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Schneesturm-Folgen: Flughafen Wien kehrt allmählich zum Normalbetrieb zurück

Feb. 22, 2026
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Schneesturm-Folgen: Flughafen Wien kehrt allmählich zum Normalbetrieb zurück
Ein seltener Spätwinter-Schneesturm legte den Flughafen Wien (VIE) am 20. Februar lahm, was zu einer siebenstündigen Schließung, der Streichung von 380 Flügen und der Umleitung zahlreicher Langstreckenverbindungen zu benachbarten Drehkreuzen führte. In den frühen Morgenstunden des 21. Februar hatte ein 300-köpfiges Schneeräumteam mit 100 Spezialfahrzeugen schätzungsweise 18.000 Tonnen schweren, nassen Schnees von Start- und Landebahnen, Rollwegen und Vorfeldern entfernt, sodass der Flughafen mit reduziertem Betrieb wieder öffnen konnte. Flughafensprecher Peter Kleemann erklärte gegenüber dem ORF, dass die Betriebsabläufe am Morgen des 21. Februar noch durch Enteisungsverzögerungen beeinträchtigt seien, das Flugprogramm sich im Tagesverlauf jedoch stabilisieren sollte. Reisende wurden aufgefordert, vor Abreise die Apps der Fluggesellschaften zu prüfen – eine Botschaft, die von Firmenreiseleitern verstärkt wurde, die bemüht waren, feststeckende Mitarbeiter umzubuchen. Die Störung verdeutlichte die Verwundbarkeit des mitteleuropäischen Verkehrsnetzes gegenüber zunehmend unberechenbarem Winterwetter. Der Flughafen Wien, der 2025 29,5 Millionen Passagiere abfertigte und ein wichtiges Drehkreuz für Mittel- und Osteuropa ist, verursacht bei einer ganztägigen Schließung weitreichende Auswirkungen auf Lieferketten, Frachtpläne im Frachtraum und enge Anschlusszeiten für Weiterverbindungen mit der Bahn. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in Wien berichteten von verpassten Kundenterminen und verschobenen Produkteinführungen, was den Bedarf an belastbaren Reiserisikopolitiken unterstreicht. Als Reaktion bot Austrian Airlines, der größte Nutzer des Flughafens, gebührenfreie Umbuchungen an und stationierte vorübergehend einen Ersatz-Airbus A320 in München, um nach Wiedereröffnung des Luftraums Entlastungsflüge durchzuführen. Der Flughafenbetreiber kündigte an, die Schneeräumkapazitäten zu überprüfen und vor der Wintersaison 2026/27 zusätzliche Mehrzweckkehrmaschinen anzuschaffen. Für Mobilitätsmanager ist der Vorfall eine Mahnung, dass mitteleuropäische Winter weiterhin Reisepläne durcheinanderbringen können. Notfallpläne – vorab genehmigte Bahnalternativen nach Linz oder Bratislava sowie vorverhandelte Hotelkontingente rund um Schwechat – erwiesen sich während des 14-stündigen Rückstaus als unverzichtbar. Die Episode beschleunigte zudem die Diskussion über einen dauerhaften Enteisungshangar, der die Abfertigungszeiten verkürzen und den Glykol-Ausstoß bei starken Schneefällen reduzieren würde.
Quelle: ORF Niederösterreich

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