
Bei einer Zeremonie in Brasília am 22. Juni – zum 75. Jahrestag der UN-Flüchtlingskonvention – kündigte das Justiz- und Sicherheitsministerium eine Reihe von Maßnahmen an, die Brasiliens Ruf als fortschrittlichstes Asylsystem in Lateinamerika festigen sollen. Justizminister Wéllington César bestätigte, flankiert von UNHCR-Vertretern und zivilgesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten, dass im Jahr 2025 insgesamt 9.162 Personen den Flüchtlingsstatus erhalten haben, womit die Zahl der hier lebenden Flüchtlinge auf 165.774 steigt. Neue Richtlinien werden Familienzusammenführungsvisa priorisieren, die Ausstellung der CPF-Nummer beschleunigen und das Angebot an Portugiesischkursen ausweiten, die über kommunale „Solidaritätspakte“ finanziert werden. Ein zentrales Vorhaben ist die Wiederbelebung des Forums der Migranten- und Flüchtlingsführer (FOMIGRA) als dauerhaftes beratendes Gremium, das befugt ist, Integrationsprogramme gemeinsam mit Bundesbehörden zu entwickeln. Die Regierung brachte zudem die Idee eines Nationalen Einwanderungsfonds ins Spiel, der durch eine Zusatzabgabe auf internationale Flugtickets finanziert werden soll, um Wohnungszuschüsse und Mikrokredite für Neuankömmlinge bereitzustellen.
Gleichzeitig machte die Veranstaltung auf bestehende Defizite aufmerksam: Eine begleitende Studie zeigte, dass 83 % der 5.570 brasilianischen Gemeinden noch keine Anti-Xenophobie-Initiativen umgesetzt haben und nur 14 % mehrsprachige öffentliche Dienstleistungen anbieten. Wirtschaftsverbände forderten die Regierung auf, im kommenden Nationalen Migrationsplan auch Maßnahmen zur Arbeitsmobilität zu integrieren, etwa die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ergeben sich daraus zwei zentrale Erkenntnisse: (1) Flüchtlinge erhalten möglicherweise schneller Zugang zu sozialen Leistungen und formeller Beschäftigung, was die Personalaufnahme erleichtert; und (2) Unternehmen außerhalb der großen Ballungszentren sollten die lokalen Unterstützungsstrukturen genau prüfen, da die kommunale Kapazität trotz bundesweiter Fortschritte weiterhin sehr unterschiedlich ist.
Gleichzeitig machte die Veranstaltung auf bestehende Defizite aufmerksam: Eine begleitende Studie zeigte, dass 83 % der 5.570 brasilianischen Gemeinden noch keine Anti-Xenophobie-Initiativen umgesetzt haben und nur 14 % mehrsprachige öffentliche Dienstleistungen anbieten. Wirtschaftsverbände forderten die Regierung auf, im kommenden Nationalen Migrationsplan auch Maßnahmen zur Arbeitsmobilität zu integrieren, etwa die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ergeben sich daraus zwei zentrale Erkenntnisse: (1) Flüchtlinge erhalten möglicherweise schneller Zugang zu sozialen Leistungen und formeller Beschäftigung, was die Personalaufnahme erleichtert; und (2) Unternehmen außerhalb der großen Ballungszentren sollten die lokalen Unterstützungsstrukturen genau prüfen, da die kommunale Kapazität trotz bundesweiter Fortschritte weiterhin sehr unterschiedlich ist.
Quelle: Brasil 247
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