
Eine stille, aber finanziell bedeutende Änderung trat heute, am 1. Juli 2026, in Kraft: Jeder, der ein belgisches Langzeitvisum (Typ D) beantragt, muss nun eine Verwaltungsgebühr von 250 € zahlen. Die belgischen Botschaften von London bis Seoul haben ihre Websites über Nacht aktualisiert, um die Erhöhung widerzuspiegeln, die die bisherige Gebühr von 180 € aus dem Jahr 2017 ersetzt. Das Visum D ist für Nicht-EU-Bürger erforderlich, die beabsichtigen, länger als 90 Tage in Belgien zu bleiben – darunter innerbetriebliche Versetzungen, Inhaber der EU Blue Card, Studierende, Forschende und Fälle der Familienzusammenführung. Die Gebühr wird von den Auslandsvertretungen bei der Antragstellung erhoben und an das Einwanderungsamt (DVZ/Office des Étrangers) zur Deckung der Bearbeitungskosten weitergeleitet. Laut konsularischen Mitteilungen werden Termine nach dem 30. Juni nur berücksichtigt, wenn der höhere Betrag bezahlt wurde; Antragsteller, die bereits 180 € gezahlt haben, müssen die Differenz nachzahlen. Bestimmte Gruppen – EU-Stipendiaten, anerkannte Forschende und Minderjährige unter 18 Jahren – bleiben weiterhin befreit, und Staatsangehörige von Gambia profitieren aufgrund verbesserter Rückführungskooperation von einem reduzierten Tarif von 120 €. Obwohl eine Erhöhung um 70 € moderat erscheint, summiert sie sich zu einer wachsenden Liste von Kosten, mit denen ausländische Fachkräfte in Belgien konfrontiert sind: regionale Gebühren (wie die neue Abgabe von 180 € in Flandern) und höhere Krankenversicherungsprämien, die im Mai eingeführt wurden. Unternehmen, die den Single-Permit-Weg nutzen, sollten daher ihre Kostenschätzungen in den Entsendebudgets anpassen und die Änderung an HR-Partner, Relocation-Dienstleister und potenzielle Mitarbeitende kommunizieren. Praktiker weisen zudem darauf hin, dass die Gebührenerhöhung zu längeren Wartezeiten in den Visazentren führen könnte, da Antragsteller versuchen, ihre Zahlungen neu zu terminieren. Das Einwanderungsamt hat keine Serviceverbesserungen im Zusammenhang mit den zusätzlichen Einnahmen angekündigt, sodass Beobachter bezweifeln, ob sich die derzeit durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von 9 bis 12 Wochen verkürzen werden.
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