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Belgien erhöht ab 1. Juli 2026 die Bearbeitungsgebühr für D-Visa auf 250 € / 225 £

Juli 1, 2026
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Belgien erhöht ab 1. Juli 2026 die Bearbeitungsgebühr für D-Visa auf 250 € / 225 £
Der Föderale Öffentliche Dienst (FPS) Außenpolitik Belgiens hat am 30. Juni 2026 stillschweigend sein Visaportals aktualisiert und angekündigt, dass die Bearbeitungsgebühr für nationale Langzeitvisa (D-Visa) ab dem 1. Juli 2026 auf 250 € (bzw. 225 £ bei Antragstellung im Vereinigten Königreich) steigen wird. Die Gebühr gilt für alle Anträge mit einer Aufenthaltsdauer von über 90 Tagen – der Hauptweg für innerbetriebliche Versetzungen, Trainee-Programme, mitreisende Familienangehörige und ausländische Studierende.

Obwohl die Arbeitsgenehmigungsregeln größtenteils von den Regionalregierungen festgelegt werden, bleibt das Einwanderungsamt (DVZ/IBZ) die entscheidende Behörde für Einreise und Aufenthalt. Das Budget steht unter Druck aufgrund der Rekordnachfrage – im Jahr 2025 wurden über 35.000 D-Visa-Anträge bearbeitet – sowie der Personalkosten im Zusammenhang mit dem Ein- und Ausreisesystem und der bevorstehenden Einführung von ETIAS.

Belgien erhöht ab 1. Juli 2026 die Bearbeitungsgebühr für D-Visa auf 250 € / 225 £


Der FPS erklärt, dass die Erhöhung um 40 € (von 210 € auf 250 €) „Kostenrückgewinnung und Servicekontinuität“ sicherstellen soll. Die zeitliche Umsetzung ist besonders für Geschäftsreisende relevant: Antragsteller, die bereits einen biometrischen Termin nach dem 30. Juni gebucht haben, müssen die höhere Gebühr zahlen, wenn sie ihre Pässe physisch einreichen, selbst wenn sie den Termin zu den alten Konditionen reserviert haben. Sponsorenunternehmen sehen sich somit einer sofortigen, nicht eingeplanten Kostensteigerung von etwa 19 % gegenüber.

Obwohl 250 € immer noch unter den Gebühren einiger anderer Schengen-Staaten liegen – die Niederlande verlangen beispielsweise für viele nationale Visa 320 € – befürchten belgische Wirtschaftsverbände, dass wiederholte Preiserhöhungen die Wettbewerbsfähigkeit Belgiens als Standort für europäische Hauptsitze und F&E-Zentren beeinträchtigen könnten. Auch Universitäten äußern Besorgnis, da die Erhöhung zeitgleich mit einer deutlichen Anhebung der Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende in Flandern für das akademische Jahr 2026/27 erfolgt.

Praktischer Tipp: Mobility-Teams sollten Assignees mit Terminen ab dem 1. Juli informieren, die Kostenkalkulationen in den Entsenderechnern anpassen und prüfen, ob ihre Relocation-Management-Firma die höhere Vorauszahlung übernehmen kann, um Verzögerungen bei TLScontact-Zentren zu vermeiden.
Quelle: FPS Foreign Affairs (Belgium)

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