
Die Einwanderungsreform rückte am 1. Juli mit der Vorstellung des lange erwarteten Einwanderungs- und Asylgesetzes durch Innenministerin Shabana Mahmood ganz oben auf die politische Agenda Großbritanniens. Berichte der International Business Times heben die scharfe Kritik von Flüchtlingsvertretern und sogar führenden Labour-Politikern wie dem Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, hervor. Der Gesetzentwurf sieht die Einrichtung einer unabhängigen Einwanderungsberufungsbehörde vor und setzt sich das Ziel, jährlich 45.000 illegale Migranten und ausländische Straftäter abzuschieben – eine Steigerung von 30 % gegenüber den aktuellen Zahlen. Besonders umstritten ist die Regelung, dass anerkannte Flüchtlinge, die über einer künftig festgelegten Einkommensgrenze liegen, bis zu 10.000 Pfund für Unterkunftskosten zurückzahlen müssen, bevor ihnen ein dauerhafter Aufenthaltsstatus gewährt wird – eine Maßnahme, die Kritiker als „inszenierte Grausamkeit“ bezeichnen. Für Arbeitgeber könnte die verschärfte Durchsetzung mehr Kontrollen am Arbeitsplatz und höhere Bußgelder bei der Beschäftigung von irregulären Migranten bedeuten. Gleichzeitig hatten Wirtschaftsvertreter für ein vereinfachtes Berufungsverfahren plädiert, um die Verzögerungen zu reduzieren, die gesponserte Arbeitskräfte in der Schwebe halten; die vorgeschlagene Behörde verspricht professionell geschulte Entscheider und schnellere Urteile. Burnham kritisiert, dass das Gesetz Modelle der Gemeinschaftssponsorship vernachlässigt, die die Unterbringung von Asylsuchenden gleichmäßiger auf wohlhabende Kommunen verteilen. CSR-Teams in Unternehmen, die Flüchtlinge einstellen, befürchten, dass die Rückzahlungsklausel qualifizierte Flüchtlinge von der Integration in den Arbeitsmarkt abschrecken könnte. Die Regierung betont, dass die Maßnahmen sicherstellen sollen, „dass echte Flüchtlinge willkommen sind, während Missbrauch von Menschenrechtslücken unterbunden wird.“ Im Ausschuss wird mit umfangreichen Änderungen am Gesetzentwurf gerechnet, und Mobilitätsmanager beobachten genau, ob die Rückzahlungsregelungen den Gesetzgebungsprozess überstehen.
Quelle: IBTimes UK
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Großbritannien.Mehr von Großbritannien
Alle anzeigen
Großbritannien führt landesweit elektronische Reisegenehmigung für 85 visumfreie Nationalitäten ein
Ryanair warnt: EU-Fingerabdruckkontrollen könnten für britische Urlauber zu „Chaos in den Warteschlangen“ führen