Fluggesellschaften warnen vor „Schlangenchaos“ am Flughafen Krakau wegen verschärfter EU-Biometriekontrollen
Krakau drohen lange Warteschlangen in den Ferien, während Fluggesellschaften die EU auffordern, das neue biometrische Grenzsystem vorerst auszusetzen
Ryanair appelliert direkt an den polnischen Innenminister, die biometrische Grenzkontrolle vorübergehend auszusetzen
Neueste Nachrichten
Polnischer Kampfjet-Alarm führt kurzzeitig zur Schließung der Flughäfen Lublin und Rzeszów – Luftraum wieder freigegeben
Polen beendete am 2. Juli eine kurzfristig angeordnete militärische Luftoperation und öffnete die Flughäfen Lublin und Rzeszów nach einer dreistündigen Schließung, die durch russische Angriffe auf die Ukraine ausgelöst wurde, wieder. Mehrere Passagier- und Frachtflüge wurden umgeleitet, was die Notwendigkeit von Echtzeit-Umleitungsplänen für Geschäftsreisende im Südosten Polens unterstreicht.
CAPA: Polnische Drehkreuze unter den Flughäfen, die zu „sofortigem Eingreifen“ bei Schengen-Biometrie aufrufen
Eine am 2. Juli veröffentlichte CAPA-Analyse zeigt, dass die Flughäfen Krakau und Warschau nicht über die nötige Infrastruktur verfügen, um die Sommernachfrage unter den neuen EES-Regeln zu bewältigen, und warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Das Bulletin unterstützt die Forderungen der Branche nach einer vorübergehenden Aussetzung der biometrischen Kontrollen und skizziert Übergangslösungen, die die polnischen Drehkreuze umsetzen könnten.
EU führt 3-Euro-Zollgebühr auf alle Niedrigwertpakete von außerhalb des Blocks ein – duty-free Einkaufen endet
Ab sofort gilt eine pauschale Zollgebühr von 3 € für alle Nicht-EU-Pakete unter einem Wert von 150 €, womit die zollfreie Online-Shopping-Ära in Polen endet. Rechtlich sind die Verkäufer – nicht die Verbraucher – die Schuldner, doch die Preise dürften steigen und die Zollabwicklung wird für Käufer und Unternehmen komplexer. Die Änderung schließt eine Steuerschlupfloch, stärkt EU-Händler und betrifft alle, die kleine Sendungen importieren, einschließlich Firmenmobilitätstransporte.
Polen startet neue Grenzschutz-Einheit (KOP) zur Verstärkung der Ostgrenze
Ab dem 1. Juli 2026 werden vier Territorialverteidigungsbrigaden zur neuen Grenzschutzkomponente (KOP) zusammengefasst, um die östlichen und nordöstlichen Grenzen Polens zu stärken. Die auf hybride Bedrohungen ausgerichtete Umstrukturierung bringt fast 4.000 zusätzliche Soldaten, moderne Drohnen und schnelle Eingreiftruppen an wichtigen Grenzübergängen zum Einsatz – mit möglichen Auswirkungen auf Unternehmenslogistik und Dienstreisen in den Grenzregionen.
Polen verschärft den Zugang zu kostenfreien Gemeinschaftsunterkünften für ukrainische Flüchtlinge
Ab dem 1. Juli 2026 müssen die meisten ukrainischen Flüchtlinge für ihren Aufenthalt in Polens Sammelunterkünften zahlen; nur besonders schutzbedürftige Gruppen erhalten weiterhin kostenlose Unterkunft. Etwa 4.000 Personen könnten dadurch gezwungen sein, neue Wohnmöglichkeiten zu suchen, was den Druck auf Arbeitgeber und Kommunen in der Nähe großer Zentren erhöht.
Flughäfen und Fluggesellschaften fordern Brüssel auf, den Mitgliedstaaten während des Sommers die Aussetzung der Kontrollen im Ein- und Ausreisesystem zu erlauben
Europäische Luftfahrtverbände kritisieren, dass das neue biometrische Grenzsystem der EU zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden und tausenden freien Sitzplätzen führt. Sie fordern, dass die Mitgliedstaaten das EES während der Hauptreisezeit im Sommer vorübergehend deaktivieren dürfen. An polnischen Flughäfen haben sich die Wartezeiten bereits verdoppelt, was insbesondere für Geschäftsreisende erhebliche Risiken mit sich bringt.
Polen verlängert die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Deutschland und Litauen bis zum 4. Oktober 2026
Warschau hat die vorübergehenden Personenkontrollen an den deutschen und litauischen Grenzen bis zum 4. Oktober 2026 verlängert, um sekundäre irreguläre Migration einzudämmen. Obwohl die Kontrollen weiterhin stichprobenartig erfolgen, müssen Unternehmen mit gelegentlichen Verzögerungen rechnen und sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter bei Grenzübertritten Reisepässe oder Personalausweise mitführen.