
Zypern erhielt am 3. Juli 2026 eine wertvolle neue Flugverbindung, als Aegean Airlines ihren direkten Flug Paphos–Athen nach mehrjähriger Pause wieder aufnahm. Der Erstflug mit 132 Passagieren startete bei Tagesanbruch in Paphos und landete um 06:31 Uhr in der griechischen Hauptstadt, wo die Crew mit einem traditionellen Wasserkanonensalut begrüßt wurde. Die Strecke wird künftig jeden Montag, Mittwoch und Freitag mit einem Airbus A320neo bedient und bietet für den restlichen Sommerflugplan über 20.000 zusätzliche Sitzplätze. Für Geschäftsreisende und Expats halbiert sich die Transferzeit im Vergleich zu Verbindungen über Larnaka oder ausländische Drehkreuze. Zudem wird Paphos in das 150-Destinationen-Netzwerk von Aegean eingebunden, was Direktverbindungen mit nur einem Zwischenstopp nach München, Stockholm und Tel Aviv ermöglicht – wichtige Märkte für Zyperns Technologie- und Finanzsektor. Die lokale Tourismusbehörde ETAP rechnet damit, dass die Flüge in dieser Saison rund 15 Millionen Euro in die Wirtschaft von Paphos spülen und Konferenzveranstalter sowie eingehende Firmenreisen unterstützen, die die Westküstenstadt dem Regierungssitz Nikosia vorziehen. Immobilienentwickler, die auf digitale Nomaden setzen, sehen in der verbesserten Anbindung ein starkes Argument für Paphos gegenüber anderen Mittelmeer-Hubs. Globale Mobilitätsteams sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, um die neue Flughafenoption zu berücksichtigen – insbesondere für Mitarbeiter in den Technologieparks von Limassol, da Paphos nur 45 Minuten über die Autobahn entfernt liegt und oft günstigere Tarife als Larnaka bietet. Die Rückeroberung durch Aegean ist auch strategisch: Mit Blick auf den Schengen-Beitritt Zyperns will die Airline bereits jetzt eine starke Position sichern, bevor die Passkontrollen mit Griechenland wegfallen. Die Einführungspreise starten bei 78 Euro für einen einfachen Flug, inklusive 10 kg Handgepäck. Aegean hat angedeutet, dass bei einer Auslastung von über 85 % bis September eine vierte wöchentliche Frequenz eingeführt werden könnte.
Quelle: Euronews