1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Belgien
  4. /
  5. Montags drohen Ausfälle bei Metro- und Straßenbahnverkehr: Brüsseler Verkehrsgewerkschaft ruft zum Streik auf

Montags drohen Ausfälle bei Metro- und Straßenbahnverkehr: Brüsseler Verkehrsgewerkschaft ruft zum Streik auf

Juli 6, 2026
·
Montags drohen Ausfälle bei Metro- und Straßenbahnverkehr: Brüsseler Verkehrsgewerkschaft ruft zum Streik auf
Passagiere im öffentlichen Nahverkehr Brüssels müssen am Montag, den 6. Juli 2026, mit Ausfällen und längeren Wartezeiten rechnen. Die sozialistische Gewerkschaft CGSP hat zu einem 24-stündigen Streik gegen das von der Regierung verhängte Einstellungsverbot aufgerufen. Die Aktion richtet sich gegen die Stib-MIVB, den Betreiber des Metro-, Straßenbahn- und Bussystems der Hauptstadt, das an normalen Werktagen rund 1,1 Millionen Fahrgäste befördert.

In einer Pressekonferenz am Sonntag erklärte Stib-Sprecher Guy Sablon, dass bereits ab 4 Uhr morgens Streikposten die Depots blockieren könnten, wodurch Fahrzeuge die Garagen nicht verlassen können. Der Betreiber wird ab 6 Uhr morgens Echtzeit-Updates über seine App und Social-Media-Kanäle bereitstellen, warnt jedoch, dass „keine Servicegarantien gegeben werden können“. Besonders betroffen könnten die Verbindungen zu den EU-Institutionen rund um Schuman sowie zu Geschäftsvierteln wie dem Nordquartier während des morgendlichen Berufsverkehrs sein, was Pendler und Geschäftsreisende beeinträchtigt. Unternehmen, die am Montag Meetings in Brüssel abhalten, sollten ihre Reisenden auf alternative Routen vorbereiten.

Während der Streiks steigt die Taxinachfrage üblicherweise um 30 bis 40 %, und Carsharing-Anbieter wie Poppy und Cambio haben bereits zusätzliche Fahrzeuge in der Nähe großer Hotels und Bahnhöfe bereitgestellt. Eurostar, Thalys und die Bahnverbindung zum Flughafen Brüssel (SNCB-Linie S2) verkehren planmäßig, doch sollten Reisende mehr Zeit für Anschlussverbindungen einplanen.

Montags drohen Ausfälle bei Metro- und Straßenbahnverkehr: Brüsseler Verkehrsgewerkschaft ruft zum Streik auf


Nach belgischem Sozialdialogrecht ist die Stib verpflichtet, einen „Mindestservice“ von etwa 25 % der geplanten Kilometer anzubieten. Frühere Streiks haben jedoch gezeigt, dass die tatsächliche Leistung bei Blockaden der Depots auf unter 15 % sinken kann. Arbeitgeber könnten daher auf Telearbeit zurückgreifen; Artikel 26 des Bundesgesetzes zum Telearbeit erlaubt bei höherer Gewalt im Transportwesen vorübergehende Heimarbeit ohne Vertragsänderungen.

Für globale Mobilitäts- und Relocation-Teams unterstreicht der Streik die starke Gewerkschaftskultur Belgiens und die Bedeutung funktionierender Krisenkommunikationsketten bei der Mitarbeiterverlegung. Ankommende Mitarbeiter am Brüsseler Flughafen am Montagabend sollten private Shuttlefahrten vorab buchen, anstatt sich auf die Metro vom Bahnhof Brüssel-Süd zu verlassen.

Der Streik beschränkt sich derzeit auf Brüssel, doch Beobachter weisen darauf hin, dass wallonische und flämische Gewerkschaften die Lage genau verfolgen. Sollte das Einstellungsverbot nicht aufgehoben werden, könnte es im Sommer zu koordinierten Aktionen in weiteren Regionen kommen.
Quelle: The Brussels Times

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Belgien.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×