
Das Königliche Meteorologische Institut Belgiens (IRM) hat am Sonntag, dem 5. Juli 2026, eine landesweite gelbe Hitzewarnung ausgelöst, nachdem Tageshöchstwerte von 27 °C im Südwesten und tropische Nächte über 20 °C in vielen Städten prognostiziert wurden. Die Warnung gilt mindestens bis Donnerstag und kann auf Orange erhöht werden, wenn die Temperaturen 32 °C überschreiten. Für Geschäfts- und Freizeitreisende kann extreme Hitze schnell zu Mobilitätsstörungen führen. Der belgische Bahnbetreiber SNCB warnt, dass sich bei anhaltender Hitze die Gleise ausdehnen, was zu Geschwindigkeitsbeschränkungen führt und Intercity-Fahrten um 10 bis 20 Minuten verlängern kann. Der Flughafen Brüssel hat bereits zusätzliche Rampeninspektionen geplant, da hohe Oberflächentemperaturen der Start- und Landebahnen den Asphalt erweichen und größere Abstände zwischen den Flugzeugen erforderlich machen können. Fluggesellschaften mit Nachmittagsflügen – insbesondere zu Mittelmeer-Drehkreuzen wie Barcelona, Madrid und Athen – müssen laut Eurocontrol-Netzwerkmanager mit Verspätungen von bis zu 45 Minuten rechnen. Auch Autofahrer sollten mit Staus rechnen: Das „Ausbluten“ des Asphalts verringert die Reifenhaftung, und das flämische Verkehrszentrum hat Pannenhilfeteams angewiesen, die Autobahnen E40 und E411 mit Wasserfahrzeugen zu patrouillieren, um kritische Fahrbahnnähte zu kühlen. Logistikunternehmen berichten, dass Kühltransporter ihre Abfahrtszeiten um zwei Stunden vorverlegen, um die Spitzenhitze auf den Straßen zu vermeiden und verderbliche Waren zu schützen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht verpflichtet das belgische „Code Oranje“-Hitzeprotokoll Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern, schattige Pausenbereiche und zusätzliche Trinkpausen bereitzustellen und bei Feuchtkugeltemperaturen über 29 °C die Arbeit ganz einzustellen. Globale Mobilitätsmanager, die diese Woche Mitarbeiter nach Belgien versetzen, sollten sicherstellen, dass die lokale Einarbeitung Hitzeschutzbriefings und Notfallregelungen für Remote-Arbeit umfasst. Expats aus milderen Klimazonen sollten sich bei ihrer Gemeinde in die Hitzewellen-Hilfeliste eintragen, damit die kommunalen Sozialdienste während Temperaturspitzen vulnerable Personen betreuen können. Geschäftsreisende können ihre Belastung reduzieren, indem sie Meetings auf den frühen Morgen legen, Hotels mit zertifizierter Klimaanlage buchen (viele ältere Brüsseler Stadthäuser verfügen noch nicht darüber) und wiederverwendbare Trinkflaschen mitführen – die Region Brüssel-Hauptstadt hat über 400 öffentliche Trinkbrunnen rund um die Uhr in Betrieb genommen. Eurostar- und Thalys-Züge empfehlen den Passagieren, zusätzlich Wasser mitzubringen, da die Bordverpflegung bei ausgebuchten Fahrten knapp werden kann. Obwohl die aktuelle Warnstufe nur Gelb ist, weisen IRM-Klimatologen darauf hin, dass Belgien im Juli 2023 mit 41,8 °C seinen bisher heißesten Tag verzeichnete. Klimabedingte Hitzewellen werden länger und intensiver, weshalb Mobilitätsakteure – von Fluggesellschaften und Bahnbetreibern bis hin zu Relocation-Dienstleistern – Hitzeeinflüsse nun fest in ihre Sommerbetriebspläne integrieren müssen.
Quelle: The Brussels Times
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