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Brüssel steht am Montag wegen Streiks der STIB-Mitarbeiter vor Störungen im Metro- und Straßenbahnverkehr

Juli 6, 2026
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Brüssel steht am Montag wegen Streiks der STIB-Mitarbeiter vor Störungen im Metro- und Straßenbahnverkehr
Pendler und Besucher der belgischen Hauptstadt müssen sich auf einen schwierigen Wochenstart einstellen: Die sozialistische Gewerkschaft CGSP hat für Montag, den 6. Juli, einen 24-stündigen Streik beim Brüsseler Nahverkehrsbetreiber STIB angekündigt. Die Aktion, die am Sonntagnachmittag bekannt gegeben wurde, ist eine direkte Reaktion auf das Einstellungsverbot der Region Brüssel-Hauptstadt, das STIB bis mindestens Ende 2026 daran hindert, neue Fahrer, Techniker und Sicherheitspersonal einzustellen. Gewerkschaftsvertreter warnen, dass das Unternehmen bei einer Passagierzahl, die bereits 98 % des Vorkrisenniveaus erreicht hat, und der geplanten Einführung längerer Züge im kommenden Winter, gefährlich unterbesetzt sein wird.

STIB hat noch keinen endgültigen Fahrplan veröffentlicht, weist aber darauf hin, dass Streikposten ab 4 Uhr morgens wichtige Depots blockieren könnten, was zur Einstellung mehrerer Metro-, Straßenbahn- und Buslinien führen kann. Fahrgäste erfahren ab 6 Uhr morgens über die Website, die App und die Social-Media-Kanäle des Betreibers, wie stark der Verkehr beeinträchtigt ist. Internationale Reisende, die zwischen Eurostar- oder Brüsseler Flughafen-Zugverbindungen und dem Metro-Netz umsteigen, sollten mindestens 45 Minuten zusätzliche Umsteigezeit einplanen oder auf Taxis und Shared-Mobility-Angebote zurückgreifen.

Brüssel steht am Montag wegen Streiks der STIB-Mitarbeiter vor Störungen im Metro- und Straßenbahnverkehr


Über die offensichtlichen Unannehmlichkeiten für Pendler hinaus verdeutlicht der Streik den zunehmenden Fachkräftemangel im belgischen Verkehrssektor. STIB hat rund 600 unbesetzte Stellen, während der regionale Bahnoperator SNCB bis Ende 2027 etwa 1.700 neue Mitarbeiter benötigt, um seine Ausbaupläne umzusetzen. Mobilitätsexperten befürchten, dass wiederholte Streiks Belgiens Ruf für nahtlose Anschlussverbindungen gefährden könnten – ein wichtiger Faktor für multinationale Unternehmen mit Sitz in Brüssel sowie für EU-Institutionen, die auf den öffentlichen Nahverkehr für ihre Klimaziele angewiesen sind.

Unternehmen, die in dieser Woche neue Mitarbeitende empfangen, sollten ihre Willkommenspakete aktualisieren, nach Möglichkeit Abholungen vom Flughafen organisieren und ihre Angestellten daran erinnern, dass die meisten Arbeitgeber an Streiktagen Taxikosten für den Weg zur Arbeit im Rahmen der belgischen Mobilitätsbudget-Regelungen erstatten. Die Stadtverwaltung wird zudem zusätzliche Verkehrspolizisten an Tunnelzufahrten und entlang des kleinen Rings einsetzen, um den erwarteten Mehrverkehr von etwa 60.000 zusätzlichen Autos abzufedern.

Da die Gewerkschaftsführung weitere Streiks ankündigt, falls das Einstellungsverbot nicht aufgehoben wird, sollten Personal- und Reisemanagement sich auf sporadische Störungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorbereiten.
Quelle: The Brussels Times

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