
Air Canada kündigte am 6. Juli weitere Kürzungen im US-Streckennetz an und streicht oder verschiebt acht grenzüberschreitende Verbindungen für die kommende Wintersaison. Drei Routen aus dem Mittleren Westen ab Toronto und Montreal entfallen damit zum zweiten Mal in Folge im Winter, während saisonale Flüge nach Florida ab Ottawa, Montreal und Quebec City nun erst im Dezember statt im Oktober starten. Zudem setzt die Airline weiterhin Flüge von Toronto und Montreal nach New York-JFK aus. Laut Air Canada spiegeln die Änderungen die Anpassung der Kapazitäten an die Nachfrage wider, da die Kerosinpreise angesichts der geopolitischen Instabilität im Nahen Osten hoch bleiben. Daten von Statistics Canada zeigen, dass die kanadischen Flugankünfte aus den USA bis Mai im Jahresvergleich um 28 Prozent zurückgingen, was trotz eines starken kanadischen Dollars auf eine schwache Freizeitnachfrage hinweist. Air Canada plant, Kapazitäten in ertragsstärkere Märkte umzulenken, unter anderem mit bis zu fünf täglichen Flügen zwischen Torontos Billy Bishop Airport und New York-LaGuardia im Winter sowie einer erhöhten Frequenz nach Mexiko – Teil einer Strategie, die Kapazitäten in Lateinamerika im nächsten Sommer um 18 Prozent auszubauen. Wettbewerber WestJet und Air Transat haben ihre US-Flüge bereits reduziert, was bei Geschäftsreisenden, die auf Nonstop-Verbindungen zu sekundären US-Städten angewiesen sind, Besorgnis auslöst. Reiseverantwortliche werden geraten, Buchungen frühzeitig umzulegen, da die bilateralen Open-Skies-Regelungen US-Airlines nur erlauben, einen Teil der verlorenen Kapazitäten zu ersetzen. Kunden mit laufenden NAFTA/CUSMA-Geschäftsverpflichtungen sollten Flugplanänderungen genau beobachten und gegebenenfalls auf Remote-Arbeit ausweichen, um Terminverschiebungen bei Visaanträgen durch geänderte Reiserouten zu vermeiden.
Quelle: CityNews / Canadian Press
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