
Das Einwanderungsamt von Hongkong (ImmD) beendete eine einwöchige Serie gemeinsamer Durchsetzungsaktionen mit der Festnahme von 16 mutmaßlichen illegalen Arbeitern und vier mutmaßlichen Arbeitgebern an mehr als 20 Standorten in der Stadt. Die Operationen – mit den Codenamen „Contribute“, „Lightshadow“ und „Twilight“ – wurden zusammen mit anderen Inspektoraten durchgeführt und richteten sich gegen Renovierungsarbeiten, Restaurants, Lagerhäuser und Einzelhandelsgeschäfte. Unter den Festgenommenen waren zwei Frauen mit Auflagen, die eine Beschäftigung verbieten, sowie drei Frauen, denen vorgeworfen wird, gefälschte Hongkonger Ausweise zu besitzen. Die Festnahmen unterstreichen den erneuten Fokus der Behörden auf die Abschreckung von überziehenden Besuchern und Arbeitgebern, die die im letzten Jahr verschärften Strafen ignorieren. Die Höchststrafen für die Beschäftigung unbefugter Arbeitskräfte wurden auf 500.000 HK$ erhöht, die Freiheitsstrafen auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet. Geschäftsführer und Manager können persönlich strafrechtlich verfolgt werden, und das Obergericht hat bestätigt, dass eine sofortige Haftstrafe der Regelfall für Täter ist. Für multinationale Unternehmen, die auf Renovierungsfirmen, temporäre Einzelhandelsausstattungen oder Saisonpersonal angewiesen sind, ist die Razzia eine deutliche Erinnerung daran, dass sorgfältige Überprüfungen des Arbeitsstatus von Subunternehmern unerlässlich sind. Arbeitgeber müssen Ausweise kontrollieren und bei nicht dauerhaft ansässigen Arbeitern das entsprechende Reisedokument prüfen. Das Versäumnis, „alle zumutbaren Maßnahmen“ zu ergreifen, gilt nicht als Entschuldigung. Das ImmD erklärte, dass die Beamten Festgenommene routinemäßig auf Anzeichen von Menschenhandel oder Zwangsarbeit untersuchen und Opfern medizinische Versorgung, Beratung und Unterkunft anbieten. Die Öffentlichkeit – einschließlich legitimer ausländischer Haushaltshilfen, die zu nicht genehmigten Nebenjobs gedrängt werden könnten – wird ermutigt, Missbrauch über die Hotline 185 185 oder das Online-Formular „Immigration Offences“ zu melden. Praktischer Hinweis: Personal-, Facility- und Beschaffungsteams sollten die Compliance-Verfahren ihrer Dienstleister überprüfen, insbesondere wenn kurzfristig Personalengpässe in der Sommer-Hochsaison ausgeglichen werden. Informationsblätter für Besucher und kurzfristige Entsandte sollten klarstellen, dass bezahlte oder unbezahlte Arbeit ohne gültiges Visum verboten ist – selbst bei eintägigen Marketingaktionen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten.
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