
Bei einer Arbeitsplatzkontrolle in einem Kurierlager in Bydgoszcz am 7. Juli wurden neun Personen festgenommen, bestätigte die Grenzpolizei am 9. Juli. Sechs Kolumbianer, ein Kubaner, ein Inder und ein Ukrainer wurden ohne Arbeitserlaubnis und mit unzureichenden finanziellen Mitteln für ihren angegebenen Aufenthalt angetroffen. Sieben erhielten Ausreiseaufforderungen mit einem sechsmonatigen Wiedereinreiseverbot in den Schengen-Raum; der Ukrainer, der nach Verbüßung einer Haftstrafe als Gefahr für die öffentliche Ordnung eingestuft wurde, wurde zwangsweise ausgewiesen und mit einem fünfjährigen Einreiseverbot belegt. Der Inder, der beim örtlichen Woiwodschaftsamt versuchte, seinen Status nachträglich zu legalisieren, wurde ebenfalls zur Ausreise aufgefordert. Das Kurierunternehmen sieht sich einer Verwaltungsuntersuchung gegenüber und könnte wegen fahrlässiger Beschäftigung mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 PLN belegt werden. Behörden berichten, dass E-Commerce-Lager zu Brennpunkten illegaler Beschäftigung geworden sind, da das saisonale Paketaufkommen stark ansteigt. Unternehmen, die Drittanbieter-Personaldienstleister einsetzen, sollten die KRAZ-Lizenzen überprüfen und digitale Kopien der TRC-Karten der Arbeitnehmer einholen. Ausländische Beschäftigte müssen auch bei Reisen innerhalb des Schengen-Raums einen Ausweis mitführen; stichprobenartige Kontrollen auf Inlandszügen zwischen Łódź und Danzig nehmen zu. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes in Polen und attraktiver Löhne in Zloty sollten Fachkräfte mit weiteren Razzien rechnen, insbesondere in den Logistik- und Baubereichen entlang der Autobahnen S5 und S10.