
Das polnische Kommando der Seegrenzwache (MOSG) hat detaillierte Statistiken zum einjährigen Bestehen der Wiedereinführung von Schengen-Binnengrenzkontrollen an der 170 Kilometer langen Landgrenze zu Deutschland veröffentlicht. Zwischen dem 7. Juli 2025 und dem 7. Juli 2026 kontrollierten die Beamten mehr als 1,1 Millionen Personen und 520.000 Fahrzeuge an Straßen-, Bahn- und Fährübergängen sowie auf angrenzenden Nebenstraßen. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem Berlin im Herbst 2024 seine eigenen Kontrollen aufgrund unregelmäßiger Migrationsströme verlängert hatte; Warschau reagierte mit symmetrischen Maßnahmen, um zu verhindern, dass Polen zur Hintertür wird.
Laut Bericht wurde 165 Ausländern die Einreise verweigert, meist wegen fehlender gültiger Pässe, Schengen-Visa oder Aufenthaltserlaubnisse. Die größten abgewiesenen Gruppen stammten aus der Ukraine, Syrien, Indien, Russland und Vietnam. Die Grenzschutzbeamten zerschlugen zudem 35 Schleusernetzwerke und nahmen Organisatoren aus der Ukraine, Polen, Usbekistan und Belarus fest, die versuchten, 115 Migranten aus Afghanistan, Somalia, Sudan und weiteren Ländern über die sogenannte westliche Balkanroute zu schleusen.
Die Zahlen verdeutlichen, wie gezielte Binnengrenzkontrollen – die nach dem Schengen-Grenzkodex für jeweils sechs Monate verlängert werden können – an mehreren EU-Außengrenzen zu einem dauerhaften Instrument geworden sind. Deutschland hat seine Kontrollen bereits bis mindestens September 2026 verlängert, was von Logistikunternehmen kritisiert wird, die über Verzögerungen auf wichtigen transeuropäischen Frachtkorridoren klagen. Die polnischen Daten zeigen zwar, dass die durchschnittlichen Abfertigungszeiten überschaubar bleiben, dennoch müssen Spediteure mit Stichprobenkontrollen durch Grenzschutz, Polizei, Militärgendarmerie und Zoll rechnen, was die Einhaltungskosten erhöht.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Botschaft klar: Mitarbeiter, die die polnisch-deutsche Landgrenze mit dem Auto überqueren – ob selbstfahrend oder chauffiert – müssen Reisepässe oder Personalausweise sowie Nachweise über den legalen Aufenthalt im Schengen-Raum (Visum, ETIAS-Genehmigung bei Einführung oder Aufenthaltstitel) mitführen und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. Firmen, die Mitarbeiter nach Stettin, Danzig oder in die Industriezentren Westpommerns entsenden, sollten zusätzliche Pufferzeiten in ihre Reiseplanung einbauen und sicherstellen, dass die Einreisedokumente von Drittstaatsangehörigen einwandfrei sind.
Obwohl Warschau betont, dass die Kontrollen vorübergehend sind, deuten der einjährige Meilenstein und der zunehmende Migrationsdruck an Europas östlicher Flanke darauf hin, dass sie wahrscheinlich erneut verlängert werden. Multinationale Unternehmen sollten diese Kontrollen daher als halb-permanentes Element ihres Mobilitätsrisikomanagements betrachten und die bevorstehenden Schengen-Debatten zur Beendigung der verlängerten Binnengrenzkontrollen aufmerksam verfolgen.
Laut Bericht wurde 165 Ausländern die Einreise verweigert, meist wegen fehlender gültiger Pässe, Schengen-Visa oder Aufenthaltserlaubnisse. Die größten abgewiesenen Gruppen stammten aus der Ukraine, Syrien, Indien, Russland und Vietnam. Die Grenzschutzbeamten zerschlugen zudem 35 Schleusernetzwerke und nahmen Organisatoren aus der Ukraine, Polen, Usbekistan und Belarus fest, die versuchten, 115 Migranten aus Afghanistan, Somalia, Sudan und weiteren Ländern über die sogenannte westliche Balkanroute zu schleusen.
Die Zahlen verdeutlichen, wie gezielte Binnengrenzkontrollen – die nach dem Schengen-Grenzkodex für jeweils sechs Monate verlängert werden können – an mehreren EU-Außengrenzen zu einem dauerhaften Instrument geworden sind. Deutschland hat seine Kontrollen bereits bis mindestens September 2026 verlängert, was von Logistikunternehmen kritisiert wird, die über Verzögerungen auf wichtigen transeuropäischen Frachtkorridoren klagen. Die polnischen Daten zeigen zwar, dass die durchschnittlichen Abfertigungszeiten überschaubar bleiben, dennoch müssen Spediteure mit Stichprobenkontrollen durch Grenzschutz, Polizei, Militärgendarmerie und Zoll rechnen, was die Einhaltungskosten erhöht.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Botschaft klar: Mitarbeiter, die die polnisch-deutsche Landgrenze mit dem Auto überqueren – ob selbstfahrend oder chauffiert – müssen Reisepässe oder Personalausweise sowie Nachweise über den legalen Aufenthalt im Schengen-Raum (Visum, ETIAS-Genehmigung bei Einführung oder Aufenthaltstitel) mitführen und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. Firmen, die Mitarbeiter nach Stettin, Danzig oder in die Industriezentren Westpommerns entsenden, sollten zusätzliche Pufferzeiten in ihre Reiseplanung einbauen und sicherstellen, dass die Einreisedokumente von Drittstaatsangehörigen einwandfrei sind.
Obwohl Warschau betont, dass die Kontrollen vorübergehend sind, deuten der einjährige Meilenstein und der zunehmende Migrationsdruck an Europas östlicher Flanke darauf hin, dass sie wahrscheinlich erneut verlängert werden. Multinationale Unternehmen sollten diese Kontrollen daher als halb-permanentes Element ihres Mobilitätsrisikomanagements betrachten und die bevorstehenden Schengen-Debatten zur Beendigung der verlängerten Binnengrenzkontrollen aufmerksam verfolgen.
Quelle: Morski Oddział Straży Granicznej