
Der Vorsitzende des Unterhauses hat die zweite Lesung des zentralen Einwanderungs- und Asylgesetzes der Regierung für Montag, den 13. Juli, angesetzt. Die Ankündigung, die am 10. Juli im wöchentlichen Geschäftsbericht „Coming up in the Commons“ veröffentlicht wurde, bereitet die Bühne für die erste umfassende Debatte und Abstimmung über das Gesetz und signalisiert, dass die Einwanderungsreform weiterhin ganz oben auf der legislativen Agenda steht, bevor das Parlament am 16. Juli in die Sommerpause geht. Sollte das Gesetz die zweite Lesung bestehen, wird es unmittelbar nach der Pause in die Ausschussphase übergehen, in der die einzelnen Maßnahmen – darunter Regeln für den Erwerb des Aufenthaltsstatus, neue Abschiebebefugnisse und erweiterte digitale Statusprüfungen – detailliert geprüft werden. Für Arbeitgeber ist der Zeitplan entscheidend: Sekundärrechtliche Regelungen und aktualisierte Leitlinien könnten bereits im September in Kraft treten, was das Zeitfenster zur Anpassung von Einstellungsprozessen und Arbeitsberechtigungssystemen verkürzt. Die Regierung wird voraussichtlich Änderungen vorlegen, die Lücken bei den Abschiebebefugnissen schließen sollen, die durch jüngste, öffentlichkeitswirksame Strafverfahren offengelegt wurden, und darlegen, wie der vorgeschlagene zehnjährige Aufenthaltsweg für Fachkräfte funktionieren wird. Die Oppositionsparteien haben angekündigt, die Minister zu den wirtschaftlichen Auswirkungen längerer Aufenthaltsfristen und zu Schutzmaßnahmen für Opfer moderner Sklaverei zu befragen. Mobilitäts-, Personal- und Compliance-Teams sollten jetzt mit der Szenarienplanung beginnen. Obwohl sich die endgültige Formulierung noch ändern kann, deutet der rasche Fortschritt des Gesetzes darauf hin, dass Organisationen nur wenig Zeit haben werden, um auf den neuen Rahmen zu reagieren.
Quelle: UK Parliament