
Bei der Beantwortung mündlicher Fragen im Unterhaus am 13. Juli erklärte Einwanderungsminister Mike Tapp, die Regierung stehe „in engem Austausch mit dem Gartenbausektor“ und werde die Kontingentzahl für das Saisonarbeiter-Visum 2027 „wie üblich“, jedoch früher als in den Vorjahren bekanntgeben, um die Planung der Landwirtschaft zu erleichtern. Abgeordnete der Hinterbank warnten, dass späte Bekanntgaben die Betriebe zwingen, Monate vor der Pflanzsaison riskante Personalentscheidungen zu treffen. Der Minister bekräftigte das Ziel, die Abhängigkeit der Landwirtschaft von ausländischen Arbeitskräften zu verringern, räumte jedoch ein, dass ein rechtzeitiges Kontingent für die Ernährungssicherheit entscheidend sei. Im Jahr 2026 lag das Kontingent bei 47.000 Plätzen – davon 25 Prozent reserviert für Geflügelverarbeitung und Zierpflanzen – und wurde erst Mitte Dezember bestätigt, also lange nachdem viele Produzenten Saatgut bestellt hatten. Vermittlungsagenturen betonen, dass sie eine Vorlaufzeit von sechs Monaten benötigen, um Arbeitskräfte aus Zentralasien gemäß dem erweiterten Safeguarding Code zu rekrutieren. Eine Bekanntgabe im Februar würde mit diesem Zeitfenster übereinstimmen. Die National Farmers’ Union begrüßte die Ankündigung, drängte jedoch auf ein mehrjähriges Programm, das bis 2030 Planungssicherheit bietet. Globale Mobilitätsteams in Agrarunternehmen sollten Notfallbudgets einplanen, falls das Kontingent reduziert wird. Arbeitgeber müssen bei der Beantragung von Sponsorship-Zertifikaten im Rahmen des Saisonarbeiterprogramms möglicherweise auch nachweisen, dass sie verstärkt in Automatisierung und inländische Rekrutierung investieren.
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