
Am 14. Juli veröffentlichte das Innenministerium eine 120-seitige Leitlinie mit dem Titel „IAA-Beraterregistrierung erklärt“, die Kompetenz-, Ausbildungs- und Eignungsstandards für Organisationen beschreibt, die gegen Gebühr Einwanderungsberatung anbieten möchten. Das Dokument begleitet die schrittweise Einführung der Immigration Advice Authority (IAA), die das Office of the Immigration Services Commissioner ablöst. Wichtige Neuerungen sind ein verpflichtendes Online-Portal für die Registrierung, gestufte Zulassungsstufen entsprechend der Komplexität der Beratung sowie die Pflicht für Unternehmen, einen Compliance-Beauftragten zu ernennen, der eine akkreditierte Schulung absolviert hat. Arbeitgeber, die interne Einwanderungsberatung für internationale Mitarbeitende anbieten – etwa bei Verlängerungen von Skilled Worker-Visa – müssen nun mindestens die „Level 1 – Business“-Zulassung besitzen oder die Beratung an eine regulierte Anwaltskanzlei auslagern. Die Leitlinie stellt klar, dass Inhaber einer Sponsor-Lizenz weiterhin Arbeitsvisumanträge für ihre eigenen Mitarbeitenden stellen können, ohne eine separate IAA-Registrierung, sofern die Beratung nur nebenbei im Rahmen der Sponsorship erfolgt und keine Gebühr vom Mitarbeitenden verlangt wird. Unternehmen, die Anträge für Gruppenunternehmen oder Kunden verwalten, müssen sich registrieren. Sanktionen für unregulierte Beratung reichen von Bußgeldern bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung. Mobility Manager sollten interne Abläufe überprüfen, relevante Mitarbeitende in Kompetenztrainings einschreiben und ein Budget für die jährliche Aufsichtspauschale der IAA einplanen, die für mittelgroße Arbeitgeber voraussichtlich 950 Pfund betragen wird.
Quelle: UK Government – Guidance
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