
Der Generaldirektor der Grenzsicherheitskräfte, Praveen Kumar, beendete am 14. Juli eine viertägige Inspektionsreise im abgelegenen Sundarbans-Delta. Dabei überprüfte er neu installierte intelligente Zäune und schwimmende Grenzposten entlang der tückischen Flussläufe zwischen Indien und Bangladesch. Die Tour umfasste 120 Kilometer der Wassergrenze, wo Gezeitenbäche die Grenze verwischen und Menschenhändlerringe aktiv sind. Kumar traf sich mit lokalen Fischergemeinschaften und wies die Feldkommandanten an, die verbleibenden 18 Kilometer der schnittfesten Zäune bis September fertigzustellen – rechtzeitig vor dem Migrationsanstieg während der Festtagssaison. Die Grenzschutzkräfte testen zudem KI-gestützte Kameras, die unter schlechten Sichtverhältnissen zwischen Migrantenflößen und Fischerbooten unterscheiden können. Für Unternehmen, die Personal in die aufstrebenden Tiefseehafenprojekte Westbengalens entsenden, bedeuten die verstärkten Patrouillen längere Identitätskontrollen für Lkw und Versorgungsschiffe. Logistikplaner sollten zusätzliche Zeit für die Abfertigung am Landgrenzübergang Petrapole-Benapole einplanen, wo der Verkehr während der Zaunarbeiten umgeleitet wird. Die Grenzpolizei Bangladeschs (BGB) begrüßte die Maßnahmen und kündigte gemeinsame Anti-Schmuggel-Übungen für August an. Experten weisen darauf hin, dass eine sicherere Grenze langfristig formalisierte Arbeitskorridore und touristische Kreuzfahrten in der UNESCO-geschützten Mangrovenregion erleichtern könnte.
Quelle: India Defence Wire