
Das US-Außenministerium hat bestätigt, dass ab dem 1. August 2026 die routinemäßige Bearbeitung von Einwanderungs- und Nichteinwanderungsvisa bei 25 afrikanischen Botschaften und Konsulaten – darunter Antananarivo, Abuja, Bamako und Windhoek – in 20 regionale „Hub“-Missionszentren wie Nairobi, Accra und Addis Abeba zusammengelegt wird. Die am 15. Juli 2026 angekündigte Umstrukturierung betrifft alle Visakategorien, von B-1/B-2 Besuchervisa bis hin zu beschäftigungsbasierten Einwanderungspräferenzen. Laut dem Ministerium soll die Maßnahme die Sicherheitsüberprüfungen vereinheitlichen, die Bearbeitungszeiten verkürzen und Ressourcen einsparen, indem konsularische Mitarbeiter an stark frequentierten Standorten konzentriert werden. Amerikanische Staatsbürgerdienste und Notfallvisa für Nichteinwanderer werden weiterhin vor Ort angeboten, doch müssen die meisten Antragsteller in den betroffenen Ländern künftig für biometrische Erfassung, Interviews und medizinische Untersuchungen – teilweise grenzüberschreitend – an die neuen Hub-Standorte reisen. Bereits gezahlte Antragsgebühren werden nicht erstattet, wenn Termine nach dem 31. Juli ungenutzt bleiben. Für US-Unternehmen mit bedeutenden Aktivitäten in Subsahara-Afrika könnte die Konsolidierung längere Einsatzzeiten und höhere Reisekosten bedeuten. Personalabteilungen sollten prüfen, ob die Reisepässe der Mitarbeitenden visafreien Zugang zu den neuen Hub-Standorten ermöglichen und zusätzliche Tage für Spesen einplanen. Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, sollten die Reihenfolge der Entsendungen überdenken, um regionale Interviewanforderungen zu berücksichtigen – insbesondere bei der Verlängerung von Arbeitserlaubnissen, die mit dem arbeitsintensiven Spätsommer an den Hub-Standorten zusammenfallen. Die Maßnahme folgt ähnlichen Hub-Strategien in Teilen Europas und Asiens und signalisiert, dass ressourcenbedingte Umstrukturierungen – und nicht pandemiebedingte Rückstände – zunehmend zum Standard in konsularischen Abläufen werden. Mobility-Manager werden empfohlen, Reisende im STEP-Programm des Außenministeriums anzumelden und die Webseiten der Botschaften auf standortspezifische Übergangsregelungen zu überwachen. Eine frühzeitige Terminbuchung sowie eine vorausschauende Planung für medizinische Untersuchungen und polizeiliche Führungszeugnisse helfen, Projektverzögerungen zu vermeiden.
Quelle: U.S. Department of State