
In einer der bedeutendsten Änderungen der Visaregeln seit Jahren hat das US-Heimatschutzministerium (DHS) am 16. Juli 2026 eine endgültige Verordnung veröffentlicht, die das langjährige „Duration-of-Status“-Modell für F-1-Studenten, J-1-Austauschbesucher und I-1-Auslandsmedien durch eine feste Aufenthaltsdauer ersetzt. Ab 60 Tagen nach Veröffentlichung im Federal Register werden die meisten F-1- und J-1-Visa auf vier Jahre begrenzt, während I-1-Visa auf 240 Tage beschränkt werden – für chinesische Staatsangehörige sogar nur 90 Tage. Die Inhaber müssen das Land vor Ablauf des auf dem neuen Formular I-94 angegebenen Enddatums verlassen oder bei den US-Einwanderungsbehörden (USCIS) eine Verlängerung beantragen.
Die Regelung ist Teil von Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit und zielt darauf ab, sowohl legale als auch illegale Einwanderung stärker zu kontrollieren. Das DHS argumentiert, dass das seit 1975 bestehende offene „Duration-of-Status“-System die Überwachung von mehr als 1,8 Millionen Studentenvisa und 500.000 Austauschbesuchern im Haushaltsjahr 2024 erschwere. Nach dem neuen System haben Studenten nur noch 30 Tage – statt bisher 60 – Zeit, um nach Abschluss ihres Studiums die USA zu verlassen. Graduiertenstudenten ist es künftig untersagt, ohne vorherige Genehmigung ihr Studienziel zu ändern oder die Hochschule zu wechseln. Zudem gelten für alle Kategorien strengere Beschränkungen bei Online-Studium und Beschäftigung außerhalb des Campus.
Universitäten, Medienunternehmen und Wirtschaftsverbände warnen, dass die feste Enddatum-Regel Talente abschrecken, zu administrativen Rückständen führen und die Rekrutierungszeiträume für US-Arbeitgeber verkürzen wird. Hochschulverbände betonen, dass internationale Studierende im vergangenen Jahr schätzungsweise 39 Milliarden US-Dollar zur US-Wirtschaft beigetragen haben, und befürchten, dass Wettbewerber wie Kanada und Großbritannien Marktanteile gewinnen könnten. Medienorganisationen kritisieren die 240-Tage-Grenze (bzw. 90 Tage für chinesische Journalisten) als unpraktikabel für Büros, die auf mehrjährige Einsätze angewiesen sind und häufig grenzüberschreitend reisen müssen.
Praktisch sollten Arbeitgeber mit einem Anstieg von Anträgen auf Statusänderungen und Verlängerungen rechnen und ihre ausländischen Mitarbeiter anweisen, das Ablaufdatum ihres I-94-Formulars statt der Visa-Gültigkeit zu überwachen. Bildungseinrichtungen müssen ihre SEVIS-Ausstellungs- und Übertragungsverfahren anpassen, und Personalabteilungen sollten Compliance-Erinnerungen für Absolventen einbauen, die in das Optional Practical Training oder den H-1B-Status wechseln möchten. Unternehmen mit Rotations- oder Praktikumsprogrammen sollten zudem beachten, dass J-1-Teilnehmer künftig nicht mehr flexibel ihren Aufenthalt zur Projektkontinuität verlängern können.
Obwohl Rechtsstreitigkeiten erwartet werden, unterstreicht die Regel vorerst die übergeordnete Botschaft der Regierung: Jede Nicht-Einwanderer-Kategorie wird künftig unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit und des Arbeitnehmerschutzes neu bewertet. Organisationen, die auf globale Mobilität angewiesen sind, sollten ihre Student- und Medienvisa-Bestände schnell überprüfen und für das kommende Jahr mit höheren Rechts- und Antragskosten kalkulieren.
Die Regelung ist Teil von Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit und zielt darauf ab, sowohl legale als auch illegale Einwanderung stärker zu kontrollieren. Das DHS argumentiert, dass das seit 1975 bestehende offene „Duration-of-Status“-System die Überwachung von mehr als 1,8 Millionen Studentenvisa und 500.000 Austauschbesuchern im Haushaltsjahr 2024 erschwere. Nach dem neuen System haben Studenten nur noch 30 Tage – statt bisher 60 – Zeit, um nach Abschluss ihres Studiums die USA zu verlassen. Graduiertenstudenten ist es künftig untersagt, ohne vorherige Genehmigung ihr Studienziel zu ändern oder die Hochschule zu wechseln. Zudem gelten für alle Kategorien strengere Beschränkungen bei Online-Studium und Beschäftigung außerhalb des Campus.
Universitäten, Medienunternehmen und Wirtschaftsverbände warnen, dass die feste Enddatum-Regel Talente abschrecken, zu administrativen Rückständen führen und die Rekrutierungszeiträume für US-Arbeitgeber verkürzen wird. Hochschulverbände betonen, dass internationale Studierende im vergangenen Jahr schätzungsweise 39 Milliarden US-Dollar zur US-Wirtschaft beigetragen haben, und befürchten, dass Wettbewerber wie Kanada und Großbritannien Marktanteile gewinnen könnten. Medienorganisationen kritisieren die 240-Tage-Grenze (bzw. 90 Tage für chinesische Journalisten) als unpraktikabel für Büros, die auf mehrjährige Einsätze angewiesen sind und häufig grenzüberschreitend reisen müssen.
Praktisch sollten Arbeitgeber mit einem Anstieg von Anträgen auf Statusänderungen und Verlängerungen rechnen und ihre ausländischen Mitarbeiter anweisen, das Ablaufdatum ihres I-94-Formulars statt der Visa-Gültigkeit zu überwachen. Bildungseinrichtungen müssen ihre SEVIS-Ausstellungs- und Übertragungsverfahren anpassen, und Personalabteilungen sollten Compliance-Erinnerungen für Absolventen einbauen, die in das Optional Practical Training oder den H-1B-Status wechseln möchten. Unternehmen mit Rotations- oder Praktikumsprogrammen sollten zudem beachten, dass J-1-Teilnehmer künftig nicht mehr flexibel ihren Aufenthalt zur Projektkontinuität verlängern können.
Obwohl Rechtsstreitigkeiten erwartet werden, unterstreicht die Regel vorerst die übergeordnete Botschaft der Regierung: Jede Nicht-Einwanderer-Kategorie wird künftig unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit und des Arbeitnehmerschutzes neu bewertet. Organisationen, die auf globale Mobilität angewiesen sind, sollten ihre Student- und Medienvisa-Bestände schnell überprüfen und für das kommende Jahr mit höheren Rechts- und Antragskosten kalkulieren.
Quelle: Reuters