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Indien nimmt Gespräche mit Washington auf, nachdem die USA die Aufenthaltsregeln für ausländische Studenten und Besucher verschärft haben

Juli 18, 2026
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Indien nimmt Gespräche mit Washington auf, nachdem die USA die Aufenthaltsregeln für ausländische Studenten und Besucher verschärft haben
Das indische Außenministerium (MEA) bestätigte am 17. Juli, dass es Gespräche mit der US-Regierung aufgenommen hat, nachdem das US-Heimatschutzministerium (DHS) Entwürfe für neue Vorschriften veröffentlicht hatte, die die Aufenthaltsdauer von Studenten (F-1/J-1) und Medienfachleuten (I-1) in den USA stark einschränken würden. Dem Vorschlag zufolge sollen die meisten Visa künftig eine feste Gültigkeitsdauer von vier oder in einigen Fällen zwei Jahren erhalten, anstelle des bisherigen „Duration-of-Status“-Modells, das es den Inhabern erlaubt, so lange zu bleiben, wie sie die Anforderungen ihres Programms erfüllen. Indische Behörden schätzen, dass im ersten Jahr bis zu 260.000 indische Staatsangehörige betroffen sein könnten.

Bei einer Pressekonferenz erklärte MEA-Sprecher Randhir Jaiswal, dass Neu-Delhi den Entwurf „genau prüfe“ und Washington aufgefordert habe, sicherzustellen, dass „legitime Studenten, Forscher und Gastfachleute nicht unnötig behindert werden“. Branchenverbände wie NASSCOM und der US-India Business Council befürchten, dass die Änderungen neue bürokratische Hürden für Unternehmen schaffen, die regelmäßig Fachkräfte in die USA entsenden, insbesondere für solche, die an mehrjährigen MINT-Projekten arbeiten. Universitäten warnen, dass die neue Regelung die Wettbewerbsfähigkeit der USA bei hochqualifizierten internationalen Studierenden schwächen könnte, die inzwischen Alternativen in Kanada und Australien haben.

Indien nimmt Gespräche mit Washington auf, nachdem die USA die Aufenthaltsregeln für ausländische Studenten und Besucher verschärft haben


Würde die Regelung in Kraft treten, müssten Visainhaber bei jedem Wechsel des Studienfachs oder Arbeitgebers eine Verlängerung beantragen. Für indische IT-Dienstleister, die Ingenieure für Kurzzeiteinsätze rotieren, könnte die feste Laufzeit zusätzliche Kosten und Unsicherheiten bedeuten, während Journalisten, die in Nordamerika berichten, eine von ihrer Agentur genehmigte Beschäftigungsbestätigung für die Statusverlängerung benötigen würden. Unternehmen haben bereits begonnen, ihre globalen Mobilitätspläne zu überprüfen, um die Vorlaufzeit zu berücksichtigen, die nach Veröffentlichung der endgültigen Regel – voraussichtlich Anfang 2027 nach einer 60-tägigen öffentlichen Kommentierungsphase – erforderlich sein könnte.

Indische Antragsteller stellen derzeit mit 27 % den größten Anteil aller im Geschäftsjahr 2025 ausgestellten F-1-Studentenvisa und bilden die zweitgrößte Gruppe der H-1B-Fachkräfte. Jede zusätzliche Hürde im Studentenbereich könnte sich daher auch auf die zukünftigen Zahlen bei Arbeitsvisa auswirken. Multinationale Unternehmen mit indischem Hauptsitz wurden dazu angehalten, „Plan-B“-Strategien für Talente zu entwickeln, darunter Remote-Arbeit aus Indien und Kanada, und mögliche Reisen zur Verlängerung während laufender Einsätze einzuplanen. Reiseverantwortliche sollten auf Informationsveranstaltungen achten, die DHS und das US-Außenministerium voraussichtlich noch in diesem Quartal in Neu-Delhi und Mumbai abhalten werden.

Indische Staatsangehörige in den USA können vorerst weiterhin auf ihren aktuellen Einreisestempel oder das I-94-Dokument bis zum Ende ihres Programms vertrauen. Einwanderungsberater empfehlen jedoch, alle Nachweise zur Einhaltung der Programmvorgaben sorgfältig zu dokumentieren und sich auf Nachfragen bei der Einreise vorzubereiten. Das MEA hat Studenten dazu aufgerufen, sich im MADAD-Portal zu registrieren, damit die Konsulate rechtzeitig Hinweise zum Fortgang der Regelung geben können.
Quelle: Hindustan Times

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