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Das Delhi High Court hebt Ausschreibung für ausgelagerte Visadienste auf; VFS-Betrieb in Australien und Singapur vorübergehend ausgesetzt

Juli 18, 2026
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Das Delhi High Court hebt Ausschreibung für ausgelagerte Visadienste auf; VFS-Betrieb in Australien und Singapur vorübergehend ausgesetzt
In einer Entscheidung, die die Auslagerung konsularischer Dienstleistungen in Indien grundlegend verändern könnte, hat das Delhi High Court am 15. Juli die globale Ausschreibung des Außenministeriums (MEA) für ausgelagerte Pass-, Visa- und Konsulardienste in Australien, Singapur, Abu Dhabi und Kuwait für ungültig erklärt. Begründet wurde dies mit einer inkonsistenten Anwendung der Bewertungskriterien bei der Angebotsauswertung. Das Urteil hat sofortige Folgen: Der Dienstleister VFS Global hat ab dem 1. Juli die Annahme neuer Anträge auf indische Pässe und Visa in Australien ausgesetzt, bis Klarheit herrscht. Ähnliche Unterbrechungen werden auch in den anderen betroffenen Vertretungen erwartet. Das MEA reagierte mit der Einreichung einer Sonderzulassungsbeschwerde, die der Oberste Gerichtshof am 17. Juli annahm und für den 20. Juli eine Anhörung ansetzte, um eine vorläufige Aussetzung zu erwirken, die eine Wiederaufnahme der konsularischen Dienste ermöglichen soll. Allein in Australien verzögert die Schließung schätzungsweise täglich rund 2.000 Anträge – ein großes Problem für indische IT-Fachkräfte mit engen Reisezeitfenstern und für australische Unternehmen, die Projektteams nach Indien entsenden wollen. Die hochkommissarischen Beamten in Canberra raten Antragstellern mit dringendem Reisebedarf (medizinisch oder humanitär), sich direkt an die Vertretung zu wenden. Die Kapazitäten sind jedoch begrenzt, und Termine werden rationiert. In Singapur berichten Reisebüros von einem Rückstau von mindestens zwei Wochen bei Touristen- und Geschäftsvisa, was einige Unternehmen dazu veranlasst, ihre Einsatzpläne für das dritte Quartal zu verschieben. Im Kern des Urteils steht der Vorwurf, dass die Gewichtung der finanziellen Angebote nach der technischen Bewertung verändert wurde, was bestimmte Bieter benachteiligte. Rechtsexperten sehen in dem Fall eine mögliche Verpflichtung des MEA zu transparenteren Beschaffungsvorlagen, möglicherweise mit leistungsbezogenen Strafmaßnahmen bei Dienstunterbrechungen. Für Mobility-Manager unterstreicht der Vorfall das Risiko, sich ausschließlich auf ausgelagerte Antragszentren für missionskritische Reisen zu verlassen. Bis der Oberste Gerichtshof eine Aussetzung erlässt, sollten Unternehmen Notfallvisa-Kategorien wie das e-Business-Visum prüfen und längere Vorlaufzeiten für die persönliche Einreichung von Dokumenten wie Apostillen und polizeilichen Führungszeugnissen einplanen. Reisende, die sich bereits in Indien aufhalten und Pässe im Ausland erneuern möchten, müssen mit längeren Aufenthalten rechnen; die Personalabteilungen sollten sich auf Auswirkungen bei Tagesgeldern und Projektzeitplänen einstellen.
Quelle: The Straits Times / Business Standard / The Print

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