
Die Polizei in Dubai hat eine neue Warnung herausgegeben, nachdem ein Anstieg betrügerischer Beiträge in sozialen Medien festgestellt wurde, die Aufenthaltsvisa und lukrative Jobs gegen Vorauszahlungen versprechen. Die am 18. Juli im Rahmen der laufenden Kampagne „Seien Sie wachsam bei Betrug“ veröffentlichte Warnung macht darauf aufmerksam, wie Cyberkriminelle die Sommer-Einstellungsphase ausnutzen, um Arbeitssuchende und Absolventen zu täuschen. Ermittlungen zufolge geben sich die Betrüger als seriöse Personalvermittler oder Regierungsstellen aus und bieten alles von „garantierten Goldenen Visa“ bis hin zu beschleunigten Arbeitserlaubnissen an – oft gegen Gebühren zwischen 3.000 und 15.000 AED. Die Opfer erhalten meist gefälschte Arbeitsverträge und werden angewiesen, Geld über informelle Kanäle zu überweisen, bevor die Betrüger verschwinden. Die Polizei betont, dass alle Arbeits- und Aufenthaltsvisa ausschließlich über das Ministerium für Humanressourcen und Emiratisierung (MoHRE) sowie die Generaldirektion für Aufenthalts- und Ausländerangelegenheiten (GDRFA) beantragt werden müssen. Zahlungen erfolgen über sichere Regierungsportale; Dritte dürfen niemals Bargeld oder Banküberweisungen verlangen. Einwohner werden aufgefordert, Handelslizenznummern zu überprüfen, die offizielle „e-channels“-Plattform zu nutzen und verdächtige Anzeigen über das E-Crime-Portal (www.ecrime.ae) oder telefonisch unter 901 zu melden. Für Personal- und Mobilitätsteams ist die Warnung eine wichtige Erinnerung, die von ihnen beauftragten Personalvermittler zu überprüfen, sicherzustellen, dass Angebotsschreiben mit QR-Code verifiziert sind, und umziehende Mitarbeiter über den korrekten Visaprozess zu informieren. Unternehmen, die die Einarbeitung an Drittanbieter auslagern, sollten einen Nachweis der GDRFA-Registrierung verlangen und Zahlungsflüsse nachvollziehbar halten. Wird das Problem nicht angegangen, drohen neben finanziellen auch Reputationsschäden: Opfer, die mit gefälschten Visa überziehen, riskieren Geldstrafen oder Einreiseverbote, während Arbeitgeber, die wissentlich oder unwissentlich an illegaler Rekrutierung beteiligt sind, gemäß Bundesdekret-Gesetz 29 von 2021 mit Strafen von bis zu 50.000 AED pro Arbeitnehmer rechnen müssen.
Quelle: The National