
STIB-MIVB und SNCB-NMBS haben für den 20. und 21. Juli 2026 einen außergewöhnlichen Fahrplan angekündigt, um die Hunderttausenden Besucher der Feierlichkeiten zum belgischen Nationalfeiertag zu befördern. Die U-Bahn-Linien verkehren alle 7 ½ Minuten; die Station Parc bleibt den ganzen Tag geschlossen, die benachbarten Stationen Arts-Loi und Gare Centrale sind jedoch geöffnet. Neun Straßenbahnlinien fahren bis nach Mitternacht, und die Noctis-Busse verkehren nach der Bal National-Straßenparty am Montag bis 3:00 Uhr morgens. Die nationalen Zugverbindungen nach Brüssel folgen einem Wochenendfahrplan mit reduzierter Pendlerfrequenz, während Thalys und Eurostar ihren regulären Fahrplan beibehalten, jedoch Sitzplatzreservierungen empfehlen. Zugbegleiter können im Rahmen des bundesweiten Anti-Terror-Dekrets stichprobenartige Gepäckkontrollen durchführen. Für Mobilitätsplaner bedeutet dies, dass Transfers zwischen Flughafen und Stadt länger dauern können: Die Flughafenlinie 12 endet am Schuman-Platz statt am Place Luxembourg, und Taxis müssen Umwege über die Rue Royale fahren. Arbeitgeber, die am 21. Juli Einführungsveranstaltungen für Entsandte planen, sollten auf Fernbriefings ausweichen oder diese auf den 22. Juli verschieben. Die Verkehrsbetriebe betonen, dass der Plan bereits beim Europäischen Rat im Juni auf Belastbarkeit getestet wurde und bis zu 60.000 Fahrgäste pro Stunde bewältigen kann. Allerdings werden an den Stationen Schuman und Mérode Zugangskontrollen mit Drehkreuzen eingerichtet; sobald die Bahnsteige voll sind, wird der Einlass gestoppt. Reisende sollten daher für die Rückfahrt nach dem Feuerwerk mehr Zeit einplanen.
Quelle: The Brussels Times