
In einer weitreichenden Kehrtwende in der Unternehmensimmigration wird die Bundesregierung die öffentliche Belastungsregelung von 2022 am 18. September 2026 aufheben, wie eine von Befürwortern vorab eingesehene und von USCIS-Quellen am 20. Juli bestätigte Mitteilung zeigt. Die derzeitige Regel begrenzt, welche Sozialleistungen bei der Beantragung einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung zur Unzulässigkeit führen können. Mit der Aufhebung kehren die Entscheider zu einem umfassenderen, fallbezogenen „Gesamtschau“-Test gemäß INA 212(a)(4) zurück. Praktisch bedeutet dies, dass Beamte wieder nicht monetäre, bedarfsgeprüfte Programme wie Medicaid, SNAP oder Wohnungszuschüsse als negative Faktoren berücksichtigen können. USCIS kündigte zudem an, vor Inkrafttreten eine neue Version des Formulars I-485 herauszugeben. Anträge, die ab dem 18. September eingereicht werden, müssen das überarbeitete Formular verwenden und neue Nachweisanforderungen erfüllen, darunter erweiterte finanzielle Offenlegungen. Für Arbeitgeber ist das Timing entscheidend: Anträge auf Statusanpassung für hochqualifizierte Mitarbeiter sollten beschleunigt werden, um noch unter dem vorhersehbareren Rahmen von 2022 zu fallen. Manager für globale Mobilität sollten ausländische Mitarbeiter, die Sozialleistungen in Anspruch nehmen wollen, darauf hinweisen, dass eine Nutzung nach dem 18. September zukünftige Green-Card-Anträge gefährden könnte. Auch die konsularische Bearbeitung ist betroffen: Das Außenministerium hat bereits die Visavergabe für Antragsteller aus 75 Ländern ausgesetzt, die als „öffentliche Belastungsrisiken“ eingestuft werden – eine pauschale Regelung, die derzeit juristisch angefochten wird. Die Aufhebung wird voraussichtlich vor Gericht auf Widerstand von Einwanderungsrechtsgruppen stoßen, die argumentieren, dass die Änderung gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz verstößt, da sie die Ermessensspielräume der Beamten ohne klare Standards erweitert. Restriktive Organisationen hingegen sehen in der Rücknahme eine Schwächung der Anforderungen an die Eigenständigkeit. Bis zur Klärung der Rechtslage müssen Mobilitätsverantwortliche mit einem dynamischen Risikoumfeld rechnen und Kostenprognosen für mögliche öffentliche Belastungsbürgschaften anpassen, die USCIS zufolge fällig werden, wenn Begünstigte vor der Einbürgerung bedarfsgeprüfte Leistungen erhalten.
Quelle: Immigrant Legal Resource Center