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EU verlängert ETIAS-Genehmigungsfrist auf 30 Tage – Österreichs Tourismusbranche rechnet mit Verzögerungen

Juli 24, 2026
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EU verlängert ETIAS-Genehmigungsfrist auf 30 Tage – Österreichs Tourismusbranche rechnet mit Verzögerungen
Reisende aus den USA, die nach Österreich und in den weiteren Schengen-Raum einreisen möchten, müssen künftig ihre ETIAS-Reisegenehmigungen bis zu einem Monat im Voraus beantragen. Diese Änderung wurde am 23. Juli 2026 veröffentlicht und tritt am 1. August in Kraft. Die Europäische Kommission hat die maximale Bearbeitungszeit für ETIAS-Anträge von bisher 4 auf 30 Tage für US-Bürger verlängert, um zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen zu ermöglichen. Ähnliche Fristen gelten bereits für einige Länder im Nahen Osten und Afrika.

Obwohl die Genehmigung für die meisten Antragsteller weiterhin innerhalb von Minuten erteilt wird, befürchten österreichische Reiseveranstalter eine Zunahme von kurzfristigen Ablehnungen und Umbuchungen in der späten Sommersaison. Laut Flughafen Wien machen US-Reisende etwa 12 % des Fernverkehrs aus und geben durchschnittlich 290 € pro Nacht aus – mehr als jede andere Überseemarktgruppe.

EU verlängert ETIAS-Genehmigungsfrist auf 30 Tage – Österreichs Tourismusbranche rechnet mit Verzögerungen


Die Branchenorganisation Österreich Werbung hat eine Social-Media-Kampagne gestartet, die nordamerikanische Reisende dazu auffordert, „35 Tage vor Abreise“ den Antrag zu stellen. Auch Geschäftsreisemanagement muss seine internen Abläufe anpassen. Viele globale Mobilitätspolitiken verlangen derzeit den ETIAS-Nachweis nur fünf Arbeitstage vor Abflug; Unternehmen aktualisieren nun ihre Checklisten, damit Mitarbeiter mindestens zwei Wochen vorher einen Screenshot der Genehmigung vorlegen. Wird dies nicht beachtet, kann es zu Boarding-Verweigerungen am Abflugort und damit zu kostspieligen Reiseänderungen kommen.

Die Änderung steht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES), das ab November an österreichischen Flughäfen vollständig in Betrieb genommen wird. Behörden erklären, dass die durch den erweiterten ETIAS-Fragebogen erhobenen Daten ins EES vorab eingespeist werden, um die biometrische Erfassung vor Ort zu beschleunigen. Fluggesellschaften warnen jedoch, dass die Übergangsphase das Boarding auf transatlantischen Strecken verlangsamen könnte, wenn Passagiere ohne die neuen Dokumente an den Gates erscheinen.

Praktische Tipps für Reisende sind, die Gültigkeit des Reisepasses (mindestens drei Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus) zu überprüfen, Nachweise über frühere Reisen in konfliktbetroffene Länder bereitzuhalten und ausschließlich das offizielle EU-Portal zu nutzen, um Zusatzgebühren durch Drittanbieter zu vermeiden. Personalabteilungen werden empfohlen, aktualisierte ETIAS-Informationen an US-Mitarbeiter in Österreich weiterzugeben und weitere Ankündigungen zu beobachten, da Kanada und Australien voraussichtlich noch in diesem Jahr ebenfalls eine 30-Tage-Frist erhalten werden.
Quelle: Atlas Guide (via Reuters update)

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