
Antragsteller auf die britische Staatsbürgerschaft können nun gegen Gebühr die Bearbeitungsreihenfolge überspringen. In einer Mitteilung vom 23. Juli 2026 bestätigte die Einwanderungsrechtskanzlei Clarkslegal, dass das Innenministerium einen neuen Prioritätsservice für Einbürgerungs- und Registrierungsanträge eingeführt hat, der mit zusätzlichen 500 Pfund zu Buche schlägt. Der Service ist seit dem 6. Juli verfügbar und zielt darauf ab, innerhalb von 30 Arbeitstagen nach der biometrischen Erfassung eine Entscheidung zu treffen – das entspricht einer Verkürzung der regulären Wartezeit von sechs Monaten um fast 80 %. Im Gegensatz zu den langjährigen Prioritätsoptionen für Arbeits- und Niederlassungsvisa gibt es keine Super-Prioritätsstufe mit 24-Stunden-Bearbeitung. Das Innenministerium betont, dass der schnellere Service keine Lockerung der strengen Anforderungen an Wohnsitz, Charakter oder Abwesenheitszeiten bedeutet; komplexe Fälle können weiterhin die 30-Tage-Frist überschreiten. Antragsteller müssen daher „entscheidungsbereit“ sein und vollständige Unterlagen vorlegen. Für Unternehmen schließt die Neuerung eine wichtige Lücke: Führungskräfte, die einen britischen Pass für reibungslose Reisen innerhalb der EU benötigen, oder Familien, deren Versetzung von der Staatsbürgerschaftsentscheidung abhängt, erhalten nun einen verlässlichen und kalkulierbaren Zeitrahmen. Mobility-Teams sollten die 500-Pfund-Zuschlag pro Antragsteller in ihre Kostenplanung einbeziehen und die Termine für biometrische Erfassung genau verfolgen – Verzögerungen bei der Terminbuchung wirken sich direkt auf die 30-Tage-Frist aus. Die Maßnahme fügt sich zudem in die umfassende digitale Statusreform des Innenministeriums ein. Entscheidungen im Rahmen des Prioritätsservices werden digital übermittelt, erfolgreiche Antragsteller werden zu einer virtuellen Vereidigungszeremonie eingeladen, bevor sie ihren ersten Pass beantragen können. Dies könnte die Passausstellung zusätzlich verzögern, weshalb Arbeitgeber, die Einsätze im Herbst planen, frühzeitig aktiv werden sollten. Juristen begrüßen die Option, warnen jedoch, dass die Nachfrage die Kapazitäten übersteigen könnte. Das Ministerium hat keine tägliche Obergrenze veröffentlicht, und frühere Premiumdienste wurden während der Pandemie-bedingten Rückstaus ausgesetzt. Unternehmen sollten dringende Fälle frühzeitig melden und alternative Reisedokumente bereithalten.
Quelle: Clarkslegal LLP
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