
Das britische Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium (FCDO) hat am 24. Juli seine Reisehinweise für Hongkong aktualisiert und erinnert Doppelstaatsbürger daran, dass die Sonderverwaltungsregion Hongkong keine doppelte Staatsbürgerschaft anerkennt und britische National (Overseas)-Pässe (BN(O)) weder für die Einreise noch als Identitätsnachweis akzeptiert. Die Mitteilung betont erneut, dass Reisende bei der Ein- und Ausreise entweder einen HKSAR-Pass oder ein gültiges Reisedokument einer anderen anerkannten Staatsangehörigkeit vorlegen müssen. Obwohl die Regelung nicht neu ist, hebt die neue Formulierung eine Reihe von BN(O)-bezogenen Vorfällen hervor, die diesen Sommer beim britischen Generalkonsulat gemeldet wurden – darunter Fälle, in denen Hongkonger keine e-Channel-Schleusen aktivieren oder ihr Gepäck abholen konnten, weil sie nur ein BN(O)-Heft mitführten. Das FCDO rät Inhabern, ihre HKSAR- oder ausländischen Pässe mindestens sechs Monate gültig zu halten und bei Transit durch das chinesische Festland auf aktuelle Ein- und Ausreisestempel zu achten. Das Update erfolgt vor dem Hintergrund steigender BN(O)-Visaanträge für das Vereinigte Königreich – seit Einführung des Programms 2021 wurden über 221.000 Anträge gestellt – und wirft Fragen auf, wie Rückreisen nach Hongkong künftig gehandhabt werden. Einwanderungsanwälte warnen, dass BN(O)-Inhaber, die durch das Visaprogramm die britische Staatsbürgerschaft erwerben, nach Hongkonger Recht ihre chinesische Staatsangehörigkeit verlieren könnten und bei längeren Aufenthalten zur Familienbesuch oder Geschäftsabwicklung ein „Conditional Stay“-Visum beantragen müssen. Unternehmen, die BN(O)-Mitarbeiter versetzen, sollten die Ein- und Ausreisedokumente sorgfältig prüfen, um unbeabsichtigte Verstöße zu vermeiden, die künftige Arbeitseinsätze auf dem Festland gefährden könnten. Multinationale Konzerne mit regionalen Hauptsitzen in Hongkong werden empfohlen, den aktualisierten FCDO-Link an ihre Expat-Mitarbeiter weiterzuleiten und interne Mobilitätsdatenbanken zu überprüfen, um den jeweils primär genutzten Reisepass zu erfassen. Unterlassungen können Versicherungslücken verursachen, da viele Gruppenreiseversicherungen die Nationalität zur Bestimmung der Evakuierungsberechtigung in Krisensituationen heranziehen.
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